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Oldtimer sind zumeist Sammlerstücke. Es muss sich nicht immer um ein gut erhaltenes oder
restauriertesFahrzeug handeln, auch unrestaurierte im Originalzustand belassene Autos und
Motorräder gehören dazu.
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Ähnlich wie das deutsche WortHandyund
andere "Falsche Freunde" bedeutete das Wort
Oldtimer im Englischen ursprünglich etwas völlig anderes, nämlich alter Mann oder Opa. Für
Fahrzeuge vergangener Epochen ist im Englischen vielmehr der Ausdruck classic car, vintage
car oder veteran(car) gebräuchlich.
Der Begriff Oldtimer ist an sich ein Oberbegriffund als solcher unscharf.
Der Begriff Veteran wird teilweise synonym mit Oldtimer benutzt, teilweise bezeichnet er
Fahrzeuge bis zum Baujahr 1918. Der Begriff Klassiker etwa wird für Fahrzeuge bis zum
Baujahr 1945oder aber ab einem Alter von manchmal 30, manchmal auch 40 Jahren benutzt.
Fahrzeuge mit einem Alter zwischen 20 und 30 Jahren werden als Youngtimerbezeichnet.
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Die international gebräuchliche Klassifizierung, wie sie etwa von FIA, FIVA und nationalen
Automobilclubs wie dem AvDverwendet wird, ist wie folgt eingeteilt:
- Class A, Ancestor, vom Anbeginn bis 31. Dezember 1904
- Class B, Veteran, vom 1. Januar 1905 bis 31. Dezember 1918, auch Edwardians
(GB) oder Kaiserzeit (D) genannt
- Class C, Vintage, vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1930
- Class D, Post Vintage, vom 1. Januar 1931 bis 31. Dezember 1945
- Class E, Post War, vom 1. Januar 1946 bis 31. Dezember 1960
- Class F, Wirtschaftswunder, vom 1. Januar 1961 bis 31. Dezember 1970
- Class G, Youngtimer, vom 1. Januar 1971 bis 31. Dezember 1980
Eine Class H existiert derzeit noch nicht, man spricht, wie etwa beim Int. Concours d'Elegance
inSchwetzingenvon Klassikern der Zukunft - classics of the future.
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Die heute im allgemeinen Sprachgebrauch nur noch selten benutzte Bezeichnung Veteran
wurde bis in die 1960er und 1970er Jahre verwendet. Früher war auch die Bezeichnung
Schnauferl verbreitet, diese wird heute jedoch als altbacken zumeist abgelehnt. Der Begriff
Schnauferl leitet sich vom Geräusch des Schnüffelventilsab, das bei alten Viertakt-Motoren als
Einlassventil verwendet wurde. Das typische Geräusch gab dem im Jahr 1900 gegründeten
Allgemeinen Schnauferl-Club ASC seinen Namen, der heute der älteste existierende Oldtimer-
Club in Deutschland ist.
In Gesetzestexten spricht man in Österreich von Historischen Fahrzeugen.
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Die in der deutschen Sprache verwendete Bezeichnung Oldtimer ist strenggenommen
alsScheinanglizismuszu bezeichnen. Im englischsprachigen Raum bezeichnet old-timer einen
älteren Menschen, oder genauer: einen Menschen, der den Werten und Gegebenheiten älterer
oder vergangener Zeiten anhängt, und kaum je ein Fahrzeug. Verwendet wird der Begriff auch
in der Musik, etwa im Jazz, wo von Oldtime-Sound gesprochen wird. Auf Englisch werden
solche Autos vintage cars, classic cars oder antique cars genannt.
Auch gesetzlich sind Definitionen notwendig: die Versicherungsanforderungen alter
Motorfahrzeuge unterscheiden sich von denen im Alltag verwendeter Kfz, für welche die
allgemeinen Services und TÜV/Plaketten-Überprüfungen ausreichen sollten, und ebenso
entwickelt sich die Technik stets weiter (Sicherheit, Verbrauch, Abgas u.ä.). Einer
entsprechenden Nachrüstung von Oldtimern stehen - von Fall zu Fall unterschiedlich -
grundsätzlich zwei Arten von Hürden entgegen: Nostalgie bzw. Originalitätsanspruch sowie
Grenzen der Machbarkeit (abgesehen von Kosten). Andere Wirkungen und Risiken machen
andere Regeln nötig, u.a. bezüglich der jährlich zulässigen Gesamtstrecke.
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Als Oldtimer gelten in der Bundesrepublik Deutschlandab 1. März 2007 generell mindestens
30 Jahre alte Kfz: laut §2 Nr. 22 der dann in Kraft tretenden Fahrzeugzulassungs-Verordnung
(FZV), die die bisherige StVZO ablöst. Damit läuft dann auch die rechtliche Anerkennung der
Youngtimer aus.
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War bis 28. Februar2007für mindestens 20 Jahre alte Sammler-Fahrzeuge möglich, zu
erkennen an der roten 07er-Nummer (ORT-07123) ähnlich dem roten 06er Händler-
Kennzeichen (ORT-06123). Auf dieses spezielle Wechselkennzeichen können mehrere
Fahrzeuge eingetragen werden. Die Steuer beträgt z. Z. pauschal pro Jahr für Kennzeichen nur
für Motorräder 46,02 EUR und für 07er Kennzeichen für alle anderen Kfz 191,73 EUR.
Weiter gültig bleiben bereits unbefristet bewilligte 07er-Schilder für Youngtimer. Mit Beginn
2007 verlieren jedoch auch nicht unbedingt alle auf befristeten 07er-Kennzeichen eingetragene
Fahrzeuge, die jünger als 30 Jahre sind, diesen Status: Einige Bundesländer haben bereits
unabhängig von einer Befristung des Kennzeichens Bestandsschutz für bis zu dem Stichtag
eingetragene Fahrzeuge unter 30 Jahre garantiert.
Die Definition dazu in der 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO: Gestattet sind
Probefahrten, Prüfungsfahrten durch Kfz-Sachverständige, Überführungsfahrten,
Fahrten zur Wartung und Reparatur sowie An- und Abfahrten zu sowie die Teilnahme
selbst an Veranstaltungen, die der Darstellung von Oldtimerfahrzeugen und der Pflege
des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dienen. Dies ändert sich auch nach der neuen FZV
nicht.
Das Kennzeichenpaar wird jeweils von einem Fahrzeug zum nächsten Fahrzeug mitgenommen
und gewechselt, zum selben Zeitpunkt darf nur jeweils eines im Verkehr sein. Nicht statthaft ist
der normale Alltags-Gebrauch von Fahrzeugen mit 07er Wechsel-Kennzeichen. In vielen
Städten und Kreisen ist es schwierig zu erhalten, was mit Bedenken wegen Missbrauchs
gerechtfertigt wird. Jüngst aber (2004) sehen sich immer mehr Oldie-Liebhaber bei Ämtern
grundsätzlich abgewiesen, wenn das Fahrzeug nicht bereits mindestens 30 Jahre alt ist oder
zumindest einen gewissen Seltenheitswert hat. Hiergegen konnte aber erfolgreich Widerspruch
eingelegt werden.
Voraussetzungen für den Erwerb dieses Kennzeichens:
- Der Youngtimer sollte nach der Intention des Gesetzgebers 20, darf im Ausnahmefall
(Raritätenstatus mit Gutachten) jünger oder muss in seltenen Einzelfällen bei sehr
hohen Stückzahlen der Baureihe auch älter als 20 Jahre sein.
- Das Fahrzeug muss vorübergehend stillgelegt sein (und entfällt deshalb auch nach
zwölf Monaten automatisch in den nachfolgenden Statistiken des KBA Flensburg).
Diese Stilllegung ist obligatorisch, um eine verdeckte Doppelanmeldung zu verhindern.
- In den einigen bekannten Erteilungsfällen musste (ungesetzlicherweise) ein ganzjährig
angemeldetes Alltagsfahrzeug nachgewiesen werden. Bei Betrieb mit
Saisonkennzeichen müssen sich zwei oder mehr Alltagsfahrzeuge in ihren
Zulassungsintervallen auf zwölf Monate ergänzen.
- Einzelne Zulassungsstellen interpretieren die Funktion dieses Wechselkennzeichen zur
Einstiegshürde um und machen das Vorhandensein mindestens zweier Oldies zur
Bedingung (ebenfalls ungesetzlich). Auf der anderen Seite der Hürde ist klar, dass mit
07er-Schildern bis zu zehn, auf Sonderantrag beim zuständigen
Regierungspräsidenten auch bis zu 20 Oldies im Wechsel bewegt werden dürfen.
- Das Kennzeichen selbst, nicht aber das/die einzelne/n Fahrzeug/e, bedarf eines
speziellen Versicherungsschutzes für Old- oder Youngtimer (viele Versicherungen
wollen Fotos von allen Seiten des Fahrzeugs, die einen sammlungswürdigen Zustand
oder zumindest eine Seltenheit des Fahrzeuges belegen).
Die Zulassungsstelle (Stand: Januar 2006) berechnet 96 Euro Gebühr + 28 Euro für die
Kennzeichen + 191,73 Euro pauschale Jahressteuer. Hinzu kommen die Kosten für die
Haftpflichtversicherung je nach Anbieter und Fahrzeugen.
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In Deutschland genießen Besitzer von Oldtimern für ihre Fahrzeuge steuerliche
Vergünstigungen, zu erkennen am H am Ende des Kfz-Kennzeichens(Formalbeispiel ORT-DE
1234 H), wobei das Hfür historisch steht. Das Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein.
Alle Fahrzeuge, die vor dem 1. Juli 1969 gebaut bzw. erstzugelassen wurden, sind auch von
derAbgasuntersuchungbefreit. Auch die Versicherungskosten sind oftmals niedriger, soweit das
Angemeldetsein eines weiteren "normalen" Alltags-Fahrzeugs daraufhin deutet, dass der Oldie
nur zum Vergnügen unterhalten wird. Das H- Kennzeichen wird erst nach einer technischen
Untersuchung zugeteilt, in der der originale bzw. zeitgenössische und gut erhaltene Zustand des
Fahrzeugs bestätigt wird. Bei veränderten Fahrzeugen (Leistungssteigerung,
Fahrwerksumbauten) oder erkennbar alltäglich abgerittenen Altfahrzeugen legen sich die
technischen Prüfer oftmals quer und verweigern den H-Status. Der Vorteil dieses Status liegt in
einer pauschalen Kfz-Steuer(2005: 191,73 Euro im Jahr), die nicht vom Hubraumdes Motors
und dem Vorhandensein eines Katalysatorsabhängt. Nach Angaben derBundesregierungwaren
im Dezember 2006 deutschlandweit 152.817 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen ausgestattet.
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Historisch ist laut Verkehrsminister-Erlass zur 26. Kraftfahrzeugsgesetz-Novelle ein
erhaltungswürdiges, nicht zur ständigen Verwendung bestimmtes Fahrzeug in
akzeptablem Erhaltungszustand
a) mit Baujahr 1955 oder davor, oder
b) das älter als 25 Jahre und in die vom Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr
approbierte Liste der historischen Fahrzeuge eingetragen ist. Sie enthält etwa keine
Massenmodelle mit großer Verbreitung auf dem Markt, auch wenn sie schon über 25 Jahre alt
sind (KFG-Erstfassung 1967, 26. Novelle 2005, Erlass 2006).
Spielraum: in Zweifelsfällen entscheidet der Minister, zur Entscheidungshilfe gibt ein
ehrenamtlicher ExpertInnenbeirat Empfehlungen: generell, etwa für die oben erwähnte
Fahrzeugliste (der Firma Eurotax), sowie zu Einzelanträgen, wie für nicht aufgelistete Modelle
oder besondere Ausstattung. Erhaltungswürdig ist Originalität: dazu müssen sich die
Hauptbaugruppen im Originalzustand befinden. Zubehör oder Ersatzteile dürfen bis 10 Jahre
nach Erzeugung des Kfz im Handel angeboten worden und müssen handelsüblich oder
werksnahe sein, dürfen den Originaleindruck nicht beeinträchtigen und sind nachweispflichtig
(Literatur, Prospekte, Fotos o.ä.). Ein innerhalb dieser Grenzen veränderter Grundcharakter
des Fahrzeugs und seiner technischen Konstruktionsmerkmale führt entsprechend dem Baujahr
des betreffenden Teils zu einer Neueinstufung (bezüglich entsprechend jüngerer, also strengerer
einzuhaltender Bedingungen: Sicherheit, Abgas usw.).
Gebrauch (...) Historische Kraftwagen dürfen nur an 120 Tagen pro Jahr verwendet
werden, historische Krafträder nur an 60 Tagen pro Jahr. Über diese Verwendung sind
fahrtenbuchartige Aufzeichnungen zu führen und der Behörde auf Verlangen vorzulegen.
Nachweis ist möglich 1) über einen speziellen Versicherungsvertrag sowie Hinterlegung
der Kennzeichen bei der Behörde (kostengünstigste Methode), 2) über Fahrtenschreiber
oder Kontrollgerät, 3) über ein bei einem Veteranenclub registriertes Fahrtenbuch. (Das
ist stets mitzuführen; ausführlicher Eintrag vorab, genaue Daten unmittelbar nach der Fahrt;
Organisationen: 4 Veteranenclubs sowie die 2 größten Autofahrerclubs.)
Weiters u.a. zu beachten: EU-konforme Lärmgrenze von 89 dB(A), sofern kein strengeres
Kriterium gilt, und Begutachtung alle zwei Jahre.
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In der Schweizgelten Automobile
je nach Kanton ab 25 oder 30 Jahren als Veteranen. Unter
einer steuerlich begünstigten Veteranenzulassung können je nach Kantonbis zu fünf oder zehn
Fahrzeuge eingelöst sein, der Fahrer darf jedoch nicht mehr als 3.000 km pro Jahr mit einem
solchen Fahrzeug zurücklegen. Veteranenfahrzeuge, die diese Bedingungen erfüllen, müssen nur
alle 6 Jahre imVerkehrsprüfzentrum(Strassenverkehrsamt) zur Fahrzeugkontrolle(ansonsten alle
2 Jahre). Fahrer von Veteranen sind nur dann dazu verpflichtet, Sicherheitsgurte anzulegen,
wenn ihre Fahrzeuge nach Mai 1972(Einführung der Gurtpflicht) in Verkehr gesetzt wurden.
Sind jedoch Gurte montiert, müssen diese auch angelegt werden.
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Zur Klassifizierung von Oldtimern wird nachfolgendes Notensystem benutzt. Zur Verwendung
der Tendenzen (+ oder -) siehe unter "Anmerkungen".
Bugatti Type 57 Atalante 1936
Der Zustand nach gerade vollendeter fotodokumentierter Komplettrestaurierung durch
einen Fachmann für genau den restaurierten Typ, der hierfür mit hohem Aufwand
exzellente Arbeit geleistet haben muss.
(Auf Englisch oftmals "Body Off Restoration" genannt: die Karosse ist vom Fahrwerk
hierzu getrennt gewesen, alle Achsen herausgenommen worden. Letztlich ist jede
Verschraubung usw. gelöst gewesen und jedes Einzelteil inspiziert und überholt
worden.)
Der Wagen ist wie neu oder sogar besser. Dazu gehören auch "Matching Numbers",
d.h. der Nachweis, dass ein bestimmtes Fahrzeug mit genau dem Motor und dem
Getriebe vom Band lief, mit dem er jetzt angeboten wird. Soweit nachvollziehbar gilt
dies auch für alle übrigen Teile (etwa beim Porsche 356oder Aston Martinlässt sich
eine solche Aussage für weitere Teile treffen). Außerdem müssen sowohl die
Lackfarbe als auch die Farbe der Innenausstattung der Originalfarbe entsprechen.
"Note Eins" ist ein äußerst seltener Zustand, gewiss weitaus weniger häufig reell
bewertet, als man ihn angepriesen liest. Die Faustformel ist: nur einer von vier
angebotenen verdient die "Eins". Häufiger Fehler falschbehaupteter "Einser" ist das
Hinzufügen von Chrom, wo original keiner war. Einzige Abweichung, die zugelassen ist:
das frühere Cadmieren; es wird heute aus Umweltschutzgründen nicht mehr ausgeführt.
Zustand, wie ihn ein komplett restaurierter Wagen nach ca. 3 Jahren pfleglichem
Gebrauch hat. Zulässig sind Gebrauchsspuren in Form von ausgebesserten
Steinschlägen, Putzspuren im Lack, Spuren an der Pedalerie. Auch den Zustand zwei
erreicht man nach einer aufwendigen Restaurierung, wobei an die Ausführungsqualität
und die Originaltreue hohe Anforderungen zu stellen sind. Verbesserungen, z.B. ein
Getriebeaus einem anderen Modell oder etwa ein anderer Vergaserbei VW-
Boxermotorensind grundsätzlich zulässig, müssen aber unbedingt rückbaubar sein. Auf
keinen Fall darf ein "Zustand 2"-Wagen Rost aufweisen, gleich in welchem Umfang
oder ob er noch unsichtbar ist. Ein "Zustand 2"-Wagen hat eine frische
Hauptuntersuchung.
Zustand, wie ihn ein total restaurierter Wagen nach ca. 10 Jahren pfleglichem
Gebrauch hat. Der augenfälligste Unterschied zur Note 2 besteht in der Tatsache, dass
Fahrzeuge im Zustand 3 Rost aufweisen dürfen. Dieser darf jedoch auf keinen Fall an
tragenden Teilen sein. Der Motor sollte in Typ und Leistung (nicht im Baujahr) dem
Motordes Originalfahrzeugs entsprechen. Ist das nicht der Fall, kann dies als Indiz für
einen Zustand 4 gelten, nicht aber als Beweis. Der "Zustand 3"-Wagen ist sofort
gebrauchstauglich und verkehrssicher, und die Hauptuntersuchungsollte in frühestens
einem Jahr fällig sein.
Ein "Zustand 4"-Wagen ist nicht sofort gebrauchstüchtig, aber rollfähig. Der Motor
muss drehen. Es müssen alle Teile für eine Restauration vorhanden sein. Die
Hauptuntersuchungist abgelaufen. Für den Wert eines solchen Wagens ist
entscheidend, ob sich der Wagen "auf dem Weg der Besserung" oder auf dem
"absteigenden Ast" befindet. Zur erstgenannten Kategorie gehört ein Fahrzeug, dessen
Restaurierung bereits nennenswert begonnen hat. Letzterer Gruppe gehören Fahrzeuge
an, die über die Jahre stetig abgenutzt wurden und auf diesem Weg in den Zustand 4
geraten sind.
Fahrzeuge im Zustand 5 sind mit gerade noch vertretbarem Aufwand restaurierbar. In
der Regel werden diese Fahrzeuge als so genannte Teileträgergehandelt
(bzw. mit der
Angabe "zum Ausschlachten"). Hier hängt der Wert des Wagens maßgeblich von zwei
Faktoren ab, nämlich zum einen der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und zum anderen
dem Maß der Schäden an der Bodengruppeoder an der Karosserie. Fahrzeuge im
Zustand 5 sind mehr wert, wenn die Versorgung mit Teilen noch gut ist. Dies ist
insbesondere dann der Fall, wenn der Hersteller eine gute Ersatzteileversorgung auch
für Oldtimer hat, oder wenn eine Szene aus Liebhabern und Händlern eine
funktionierende Ersatzteilversorgung sicherstellt, wie z.B. bei vielen englischen
Fahrzeugen. Auf ähnlich hohem Niveau befindet sich allerdings auch die
Ersatzteilversorgung durch BMW, Porscheund Mercedes-Benzfür ihre alten Modelle.
Im Allgemeinen hat dies allerdings dann auch einen der Qualitätder Ersatzteilversorgung
entsprechenden Preis zur Folge
Der Schrottwertstellt dabei keine Sockel-Linie für den Wert dar,
da es oftmals ideelle
Gründe gibt, ein Fahrzeug zu erhalten und nicht der (teilweise ökonomischeren)
Metallverwertung zuzuführen. Es kann dadurch die paradoxe Situation entstehen, dass
ein Produkt durch Aufwenden von Arbeit weniger wert geworden ist.
- Sondernote "Unrestauriertes Original"
Seit einiger Zeit setzt sich die Ansicht immer mehr durch, dass ein Fahrzeug, das über
"Patina" verfügt, und dessen Erscheinung gleichsam von einer anderen Zeit berichtet,
einen höheren Wert genießen soll. Ein Wagen, der Zeitzeugeist und eine Geschichte
erzählen kann, wird dann als "unrestauriertes Original" bezeichnet. Obwohl, schon der
Abnutzung wegen, nach den vorgenannten Kriterien allenfalls eine Note von 3 oder 4
in Betracht kommt, erreichen solche Fahrzeuge oft den Wert eines Wagens mit
Zustand 2. Dies ist insbesondere bei Fahrzeugen der Fall, die es zu einer gewissen
Berühmtheit gebracht haben, z.B. durch Fernsehauftritte, Rennsiege oder
Rekordfahrten.
Diese Frage wird in den Clubs oftmals kontrovers diskutiert, weil sich von einem
behauptet wertvollen, unrestaurierten Wagen die Besitzer von Wagen, die aufwendig
mit hohen Kosten und viel Zeiteinsatz restauriert wurden, provoziert fühlen: wie könne
es sein, dass ein Auto mit schlechter, alt gewordener Lackierung wertvoller sei als ein
neu lackierter Wagen? Das Argument ist: einen neuen Lack kann man beliebig jederzeit
kaufen, nicht jedoch den originalen, zeitlich passenden Neulack zum
Produktionszeitpunkt: der ist unersetzlich.
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- Die Zustandsnoten, die ein Verkäufer angibt, entsprechen in ihrer übergroßen
Mehrzahl nicht dem tatsächlichen Zustand. Insbesondere bleibt festzustellen, dass die
"Tendenzen" (z.B. 2 minus) in Zustandsangaben oft eine Erfindung des Verkäufers
sind und benutzt werden, um den Ausgangspunkt für Verhandlungen festzulegen, also
eine Diskussion, dass ein Fahrzeug im behaupteten Zustand "Zwei minus" in Wahrheit
nur im Zustand drei oder vier ist, gar nicht erst zulassen zu wollen. Innerhalb der
Zustandsnoten gibt es dann Preisspannen, die nach oben oder unten
ausgenutzt
werden können.
- Die Note 1 wird in aller Regel nicht offen gehandelt, wenn, dann selten nur unter
Insidern und Clubmitgliedern, da die Kosten, die erforderlich sind, um einen Wagen
auf Zustand Eins zu halten oder ihn gar wieder in Zustand Eins zu versetzen, extrem
hoch sind. Ein Einser-Besitzer wird in aller Regel sein Auto lebenslang nicht mehr
hergeben wollen, Erbfälle sind daher der Regelfall für einen Besitzerwechsel.
- Obwohl einige Definitionen der Zustandsnote 2 mit denen des bundesdeutschen "H-
Kennzeichens" übereinstimmen, ist die Bewertung keineswegs deckungsgleich.
Tatsächlich gibt es mehr Übereinstimmungen mit der Note 3: das frisch erhaltene H-
Kennzeichen sichert einigermaßen einen Zustand 3 ab, ist jedoch durchaus kein
Nachweis, ein Fahrzeug befinde sich im Zustand 2. Dies wird oftmals zwar der Fall
sein, jedoch oftmals auch nicht, weil nicht alle Details original sind. Fehlkäufe
angeblicher Zustand-Zwei-Fahrzeuge sind letztlich oft die teuersten Käufe, wenn sich
dann herausstellt, dass etliche Merkmale zur Originalität nicht gegeben sind. Daher ist
immer eine kundige Begleitung beim Kauf anzuraten, wenn eigene Kompetenz beim
Käufer fehlt. Experten sind in den Markenclubs zu finden, oftmals mit höherem
speziellen Wissensstand als die mit breiter Basis arbeitenden Kraftfahrzeug-
Sachverständigen und Gutachter.
- Zustände können sich nur auf ein Fahrzeug im Ganzen beziehen (also nicht "im
wesentlichen Zustand 2" oder "KarosserieZustand 3").
- Der Wert eines Oldtimers ist von vielen wertbildenden Faktoren abhängig. Die
Wiederaufbau- Kosten sind dabei regelmäßig höher als der Markt-Wert. Aus
diesem Grund gibt es etwa für "Zustand 1"-Autos keinen signifikanten Markt. Als
Faustformelfür den Wert eines Oldtimers gilt die "3-zu-1-Regel", die besagt, dass
man für drei Euro, die man in den Wagen investiert, bei einem Verkauf nur einen
zurückerhält. Zudem bleibt der Wert der eigenen Arbeitskraft unberücksichtigt.
- Inzwischen hat sich, neben der bisher hauptsächlich behandelten Originalitäs-Fraktion
der Oldtimerszene, eine meist recht junge und vitale Szene herausgebildet, die
Oldtimer als einen Teil ihres Lebensstils betrachten. Herausragend hier sicherlich die
Rockabilly- und Hot-Rod Szene, die mit Sicherheit einen bedeutenden Teil der,
wenn auch zumeist US-amerikanischen, Automobilgeschichte und -kultur
repräsentiert. Diese Szenen sind aufgrund ihrer subkulturellen Abgrenzung und
fehlender Vorschriftswerke eher zugänglich, wenn finanzielle Mittel weniger im
Vordergrund der Beschäftigung mit interessanten Fahrzeugen stehen. Hier werden
beispielsweise auch Oldtimer, die sich nicht im Originalzustand befinden, gesucht und
geschätzt. Meistens ist ein zeitgenössisches Tuning von Fahrzeugen dabei durchaus
Ziel von Umbauten und Leistungssteigerungen. Bei der herkömmlichen Bewertung
zur Vergabe eines H-Kennzeichens wie auch von Oldtimerversicherungen wird diese
wachsende Szene in Deutschland bisher wenig beachtet und von den geltenden
Regelungen meist das Gegenteil erreicht. Hier besteht Nachholbedarf, da es nicht das
Ziel einer Oldtimerpolitik sein kann, ausschließlich die unangetasteten Elemente
(wobei bei restaurierten Fahrzeugen von "unangetastet" auch keine Rede mehr sein
kann) der Automobilgeschichte zu bewahren, sondern gerade auch die verschiedenen
Arten der Interpretation und intensiven Beschäftigung mit Fahrzeugen in Subkulturen
einen wertvollen Beitrag zur Fahrzeugkultur leistet.
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Rund um den Globus finden zwischen Frühling und Herbst Veteranentreffen statt. Bei diesen
Ereignissen, die oftmals von einschlägigen Clubs organisiert werden, können die Besitzer, die ja
meist erheblichen Aufwand für die Ersatzteilbeschaffung und Restaurierungsarbeit
hineingesteckt haben, ihre Oldtimer dem Publikum vorführen. Auch die Fahrzeughersteller
entdeckten in den vergangenen Jahren den Werbewert der älteren Fahrzeuge ihrer Produktion,
bauten Fahrzeug-Museen auf und unterstützen (zumeist) die Marken-Clubs.
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Typischer LKW
Mit Lastkraftwagen bezeichnet man Kraftfahrzeuge, die vorwiegend zum Transport von
Gütern geeignet sind. Die übergeordnete Kategorie ist Nutzfahrzeug, darüber Fahrzeug. Als
Abkürzungen für Lastkraftwagen werden Lkw und LKW verwendet.
Dieser Artikel befasst sich mit demumgangssprachlichenLastwagen oder Laster (engl. lorry,
am. truck). Ein solcher besteht im Allgemeinen aus einem tragenden Chassis, meistens ein
Leiterrahmen, einem geeigneten Antrieb, einer Fahrerkabine und einem zum Tragen der Last
bzw. Ladung bestimmten Aufbau. Beschrieben werden sollen hier aber nur leichte,
mittelschwere und schwere LKW, nicht jedoch Fahrzeuge, die je nach Zulassung sowohl als
PKWals auch als LKW gelten können. Diese Kleinlasterund Lieferwagenfinden sich unter
Kombinationskraftwagen, Kleintransporter, Kastenwagen, Hochdachkombiund
Pritschenwagen(engl. cargo- van, am. pick-up (truck)).
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LKW werden in der Regel nach ihrerZulässigen Gesamtmasse(ZGM) und der Anzahl ihrer
Achsen unterteilt sowie nach ihrer Zweckbestimmung. In Europagibt es je nach
Kraftfahrzeuggesetzgebung der einzelnen Staaten:
- Kleinlaster bis 3,5 Tonnen (t)max. ZGM
- Leichte LKW bis 7,5 t
- Mittelschwere LKW bis 12 t
- Schwere LKW (abgekürzt: SKW) in Schweden und Dänemark bis 60 t; in
Deutschland als Hänger- oder Sattelzüge bis 40 t (im Kombiverkehr bis 44 t), in
Österreich: Solo-LKW bis 32 t, mit Anhänger: bis 40 t; in der Schweiz: seit 1. Januar
2005 bis 40 t; in den Niederlanden bis 50 t. Versuche mit größeren Einheiten, den
sog. EuroCombis– in den Medien oft fälschlicherweise Gigaliner genannt, was
jedoch nur die Modellbezeichnung eines Aufbauherstellers ist – laufen in
verschiedenen europäischen Staaten.
Um mit einem LKW fahren zu dürfen, benötigt man je nach ZGM in Europa die
Fahrerlaubnisder Klasse B(bis 3,5 t),C1(bis 7,5 t) oder C(mit Anhänger über 750 kg ZGM: C
& C+E).
In der Regel wird nach dem der Konstruktion nach vorgesehenen Einsatzgebiet in Nahverkehrs-
oder Verteiler-LKW (in der Regel kleinere Fahrzeuge und meistens mit kleineren
Fahrerhäusern ohne Schlafliegen) einerseits und schwere Fernverkehrsfahrzeuge andererseits
unterschieden. Dabei ist die tatsächliche Nutzung beider Gattungen auch im jeweils anderen
Einsatzgebiet möglich, für die formale Unterscheidung aber nicht maßgeblich. Allerdings hat die
EU inzwischen für Fernverkehrsfahrten erlaubt, dass der Fahrer nicht im Hotel, sondern auch
im Wagen seine Ruhezeit verbringen darf, wenn bestimmte Kabinengrößen und Ausstattungen
vorhanden sind. Die handelsüblichen Nahverkehrsführerhäuser ohne Ruheliege, sind für den
Fernverkehrsbetrieb ohne Hotelanbindung nach der Liegestättenverordnung nicht mehr erlaubt.
Dieselbe Verordnung führte auch dazu, dass bei den von 1977 bis 1991 gebauten
„Volumenfahrzeugen“ und den dazu existierenden sog. „Topsleepern“(Dachschlafkabinen) die
Benutzung während der Fahrt dann verboten wurde. Die Schlafkabine als
Alkovenaufbauoberhalb einer normalen, kurzen Nahverkehrskabine, wurde verwendet, um bei
gleicher Fahrzeuggesamtlänge eine längere Ladelänge zu ermöglichen. Ab 1991 wurden die
echten Nahverkehrskabinen den großen Fernverkehr- Fahrerhäusern gleichgestellt und nur die
gesamte LKW- Länge bzw. die Ladefläche wurde festgeschrieben.
Inzwischen haben im Fernverkehr so genannte Euro-Sattelzüge mit einer für sie typischen
zweiachsigen Sattelzugmaschineund einem dreiachsigen Sattelauflieger(Trailer) die klassischen
Gliederzüge in den Zulassungszahlen überholt. Der so genannte „Euro-Lastzug“ ist in seiner
Größe, Ausstattung und seinem Gewicht von der EUdefiniert und sein Betrieb ist in jedem EU-
Mitgliedsland, aber auch in jedem mit der EU assoziierten Staat erlaubt, egal wo in der EWR
der Lastzug tatsächlich zugelassen ist. Der Euro- bzw. EU-Lastzug (LKW) darf als Gliederzug
18,75 m, als Sattelzug 16,50 m lang sein, bis zu 4,0 m hoch und ohne die Außenspiegel 2,55 m
breit (Kühlzüge bis 2,60 m). Diese LKW-Zulassungsvorschrift der EU muss in die jeweilige
nationale Gesetzgebung umgesetzt werden. Es gibt dauergültige Ausnahmen, die sich aber von
EWR- bzw. EU-Mitgliedstaat zu EWR- bzw. EU-Mitgliedsstatt unterscheiden. So ist dem
Gliederzug in Schweden ohne die Änderung der anderen Maße eine Gesamtlänge von bis zu
26,50 m erlaubt und ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen. Mobilkrane in
Deutschland dürfen hingegen ohne die Änderung der anderen Maße bis zu 3 Meter breit sein.
In der nicht mit der EUüber
denEWR-Vertrag assoziiertenSchweizwar das Gesamtgewicht von
LKW auf 28 t begrenzt, seine Höhe auf 4 m und seine Breite ohne Spiegel auf 2,55 m. Erst seit
dem 1. Januar 2005 dürfen in der Schweiz die LKW generell mit 40 Tonnen Gesamtgewicht
eingesetzt werden. Sattelzügedürfen in der Schweiz, wie in der EU bis zu 16,5 m und
Gliederzügewie in der EU bis zu 18,75 m lang sein. Allerdings ist die Länge von LKW auf
Nebenstraßen nicht selten auf unter 12 m begrenzt. Im grenzüberschreitenden Verkehr waren
schwerere Fahrzeuge jedoch bereits früher anzutreffen.
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Benz Lastwagen von 1912
Schnell-Lastwagen um 1900
Ebenfalls bereits in der Frühzeit des Lastwagenbaus aktiv war ein weiterer „Vater“ des
Automobils, Carl Benz. Nachdem er bereits1895einen Motoromnibuskonstruiert hatte, stellte
er im Jahr 1900den ersten eigenen Lastwagen vor.
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Lastkraftwagen im Nahverkehr haben in der Regel nur eine kurze oder mittellange
Fahrerkabine mit Sitzen und wenig Stauraum. Prinzipiell sind auch im Nah- und
Verteilerverkehr alle Gewichtsklassen bis zum 40-Tonner vertreten, doch werden zumeist
mittelschwere Fahrzeuge bis 12 Tonnen Gesamtgewicht wie auch besonders häufig 7,5-Tonner
eingesetzt. Zur geringeren Fahrzeuggröße korrespondierend verfügen besonders letztere, oft
auch durch den kleineren Motor, über ein niedriger auf dem Chassis sitzendes, insgesamt
kleineres Fahrerhaus und sind auch weniger komfortabel ausgestattet als
Fernverkehrsfahrzeuge. Viele Fahrzeuge im Nahverkehr haben am Heck über eine hydraulische
Ladebordwand, die ein Auf- und Abladen auf Straßenniveau an Orten ohne entsprechende
Laderampen ermöglicht und im geschlossenen Zustand wie eine Rückwand des Aufbaus
fungiert oder diese z. T. ersetzt. Auch diese leichten und mittelschweren Fahrzeuge werden
häufig mit Anhängern eingesetzt.
Im Fernverkehr verfügen Lastkraftwagen über größere Fahrerkabinen mit hinter den Sitzen
angebrachten Ruheliegen. Diese Fahrerkabinen, auchFührerhausbzw. Fahrerhaus genannt,
haben seit Mitte der 1990er Jahre auch häufig ein erhöhtes Dach, damit auch größere Personen
im Inneren aufrecht Stehen können und um zusätzlichen Stauraum für persönliche Gegenstände
des Fernfahrers zu bieten. Da Kraftfahrzeuge im Fernverkehr häufig auch als Aufenthaltsraum
während der Stand- und Ruhezeiten dienen, ist die bessere Ausstattung gegenüber den „reinen“
Arbeitsplätzen der Nahverkehrsfahrzeuge sinnvoll. Bei kleineren Nahverkehr-Fahrzeugen
hingegen ist eine niedriger eingebaute Fahrerkabine auch deshalb vorteilhaft, weil im
Verteilerverkehr ein häufiges Ein- und Aussteigen notwendig ist und der Fahrer so häufig der
Höhenunterschied zwischen Straßenniveau und Fahrerhaus überwinden muss.
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In Europawerden LKW oberhalb
der Kleintransporter-Größe von 3,5 Tonnen heute in der
Regel von nach dem Viertakt-Prinzip arbeitenden, wassergekühlten Dieselmotorenangetrieben,
während in denUSAauch Vergaser- bzw. Benzinmotorensehr verbreitet sind.
In den Anfängen des LKW-Baus waren Benzinmotoren üblich, in Großbritannien wurden auch
bis in die 1930er Jahre häufiger dampfbetriebeneLastwagen verwendet. Daneben gab es
bereits in der Zeit um denErsten Weltkriegauch Verteiler-Lastwagen mit Elektroantrieb. In den
1920er Jahren erschienen erste Dieselmotoren, die sich aufgrund geringerer
Kraftstoffverbräuche und somit Unterhaltskosten im Nutzfahrzeugbau schnell durchsetzten.
Diese gab es über mehrere Jahrzehnte hinweg parallelwassergekühltund luftgekühlt(letzteres in
Deutschland vor allem von Magirus-Deutz) sowie nach dem Viertakt-Verfahrenund nach dem
Zweitakt-Verfahrenarbeitend (letztere in Deutschland langjährig z. B. vonKrupp). Ebenso gab
es in Serie gebaute Lastwagen mit Dampf- und Holzvergaser-Antrieb, die jedoch insgesamt
keine hohen Marktanteile erreichten. Letztere wurden aufgrund von Brennstoffknappheit in
größerer Zahl vor allem in der Zeit des Zweiten Weltkriegesund den unmittelbar nachfolgenden
Jahren verwendet. In den 1960er Jahren gab es Experimentalfahrzeuge verschiedener
Hersteller mit Gasturbinen, die jedoch nie in Serie gingen, da sich der gewaltige Luftbedarf
solcher Antriebeim modernen Verkehr nicht sichern lässt, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu
gefährden.
Heute hat sich, abgesehen von besonderen Verwendungen in besonders kalten Gegenden der
Welt, der Dieselmotor als Antriebsquelle in LKW durchgesetzt.
LKW-Bremsenwerden mit Druckluftbetätigt (so genannte Fremdkraftbremsen). Damit ist die
erzielbare Bremskraft nicht von der Fußkraft des Fahrers abhängig, sondern nur mehr vom
Weg, den das Bremspedal nach unten gedrückt wird. Bei der Handbremse (Feststellbremse)
Pedalkraft und im Unterschied zum PKW wird diese Bremse durch eine Druckbeaufschlagung
des Bremszylinders gelöst. Damit ist bei einem Defekt (Druckverlust) ein völliges
Bremsversagen ausgeschlossen - das Fahrzeug bleibt automatisch stehen. Seit den 1980er
Jahren müssen die Fahrzeuge ein Antiblockiersystem(ABS) haben. Während bis weit in die
1990er Jahre Trommelbremsen für Lastwagen und Anhänger Standard waren, finden sich seit
Mitte der 90er Jahre auch bei schweren Lastwagen und auch Anhängern zunehmend
Scheibenbremsen.
Ergänzend und um den bei den hohen zu bewältigenden Gewichten starken Verschleiß der
mechanisch direkt auf die Räder wirkenden Bremsen zu verringern kommt die Bremskraft des
Motors regelmäßig zum Einsatz, besonders auf längeren Gefällestrecken. Besonders bei
Einsatzgebieten in Mittel- oder Hochgebirgensind schwere Lastwagen häufig mit einer
zusätzlichen, fast verschleißfreien Bremse, einem so genanntenRetarder, ausgestattet.
Die Federung erfolgte lange Zeit üblicherweise durch Blattfedern. Seit Ende der 60er Jahre
etablierten sich nach und nach Luftfedern, die auch eine Niveauregulierungerlauben, wichtig
etwa beim Aufnehmen und Absetzen von Wechselbehältern. Bei Baufahrzeugen ist die
Blattfederung, die auf Dauer höheren Belastungen standhält, auch heute noch üblich.
Fahrgestellevon LKW sind normalerweise in Rahmenbauweise ausgeführt. Auf diesen Rahmen
werden die verschiedenen Aufbauten aufgesetzt. Es gibt für spezielle Einsatzzwecke auch
Zentralrohrrahmen, die sehr weit zum Boden herunterreichen, beispielsweise für
Getränketransporter.
In den letzten Jahren gab es verschiedene technische Verbesserungen, z. B.
automatisierteGetriebe, die den Fahrern die Arbeit wesentlich erleichtern, und bei den Bremsen
(Scheibenbremsenstatt Trommelbremsen), um die Sicherheit der Schwerfahrzeuge durch
kürzere Bremswege zu erhöhen. Im Bereich der Motorenlag der Schwerpunkt jahrzehntelang
vor allem in der Leistungssteigerung, die teilweise sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben
wurde, sowie der Verbrauchsreduktion. Seit den 1990er Jahren spielt auch der
Schadstoffausstoß (u.a. durch Einführung der Abgas-Euronormen) in der Weiterentwicklung
der Nutzfahrzeugmotoren eine zunehmende Rolle. Bessere Abgaswerte müssen dabei durch
etwas höheren Verbrauch erkauft werden, was der Gesetzgeber durch eine entsprechende
Steuergesetzgebung, die bessere Abgaswerte begünstigt, zu kompensieren versucht.
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Je nach Größe haben LKW üblicherweise zwei, drei oder vier Achsen, wobei im Regelfall eine
oder bei drei- und vierachsigen Fahrzeugen auch beide hinteren Achsen angetrieben werden
können und die erste, bei vierachsigen Fahrzeugen auch die beiden vorderen lenkbar sind. In
seltenen Fällen können auch hintere Achsen mitgelenkt sein, wobei die Antriebsachsen
regelmäßig nicht lenkbar sind. Es gibt wie bei Personenwagen auch LKW mit Allradantrieb, im
gewerblichen Verkehr vor allem bei Baufahrzeugen, ansonsten vor allem bei Militär- sowie
teilweise Feuerwehr- und Sonderfahrzeugen.
Man unterscheidet die Achsarten nach Lenkachse, Triebachse und Zusatzachse(n),
worunter auch die Achsen eines Anhängersoder Sattelzug-Aufliegersfallen.
- Die Lenkachse hat die Aufgabe, den gesamten LKW zu führen und gerade auch
beim Gliederzug gewaltige Bremskräfte zu übertragen. Sie wird mit Reifen versehen,
die ein ausgeprägtes Längsprofil und mäßig ausgelegte Quer-Rillen haben.
- Die Triebachse trägt die größte Achslast. Sie überträgt neben der Antriebskraft bei
ausgelasteten Sattelzügen auch die größte Bremskraft. Auf ihren Rädern kommen
daher Reifen zum Einsatz, die ein ausgeprägtes stollenartiges Profil aufweisen - oft mit
M+S-Kennung (Winterprofil).
- Zusatzachsen können als Schleppachse, Nachlaufachse oder Vorlaufachsedie
Aufgabe haben, das Gewicht des Fahrzeuges zu verteilen und mehr Bremsleistung zu
übertragen. Ist die Zusatzachse zwischen der Lenkachse und der Triebachse
angebracht, spricht man von einer Vorlaufachse. Zur Verbesserung des
Wendekreiseskann eine Vorlaufachse auch als Lenkachse konstruiertsein. Ist die
Zusatzachse hinter der Triebachse angebracht, spricht man von einer
Nachlaufachse. Hier werden Reifen mit einem Schlangen- oder Zick-Zack-Profil
benutzt.
- Eine Liftachseist eine anhebbare Zusatzachse, die nur bei schwerer Beladung
abgesenkt wird, um das Fahrzeuggewicht gleichmäßiger auf den Untergrund zu
verteilen. Bei geringer oder ohne Beladung wird diese Achse angehoben, um
Verschleiß, vor allem an den Reifen, zu verhindern.
Die Bereifungeines LKW erfolgt je nach Achse, das heißt es gibt unterschiedliche
Grundprofile, je nach Achsart. Während Lenkachsen einfach bereift sind, werden an
LKW-Triebachsen hauptsächlich Zwillingsreifenverwendet. Dazu werden jeweils zwei
Räder miteinander verschraubt. Spezielle Geländefahrzeuge haben auch auf der
Hinterachse meist nur eine Single-Bereifung.
Im Gegensatz zum PKWist
ein LKW oft mit einem Ganzjahresreifen ausgerüstet und hat keine
unterschiedliche Bereifung für Sommer und Winter. Die Reifen eines LKW unterliegen wegen
ihres großen Durchmessers und der geringeren Geschwindigkeit des LKW kleineren
Drehzahlen. Das Erfordernis der härteren Mischung für höhere Geschwindigkeiten stellt sich
damit nicht, aber die eines groberen Profils, das bei Schnee besser greift. Bleibt ein LKW im
Winter auf glatter Fahrbahn stecken, so kann dies daran liegen, dass er auf Sommerreifen
unterwegs ist, oder dass er nur sehr leicht oder gar überhaupt nicht beladen ist. Gibt der Fahrer
zu viel Gas, drehen die Räder durch und er hat damit nur mehr einen geringen
Kraftschlusszwischen Rad und Fahrbahn. Ein verantwortungsbewusster Fahrer zieht in diesem
Fall Schneekettenauf oder bricht die Fahrt rechtzeitig ab.
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Je nach Einsatzzweck, besonders im Hinblick auf spezielle Eigenschaften der Ladegüter, hat
sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl verschiedener Aufbauarten entwickelt. Den
Nutzungsmöglichkeiten sind dabei prinzipiell nur durch die maximalen Außenabmessungen und
Gesamtgewichte Grenzen gesetzt. Grob kann unterschieden werden nach weitgehend universell
einsetzbaren Standardaufbauten und nach Sonderaufbauten für spezielle Güterarten, für
spezielle Arbeitsaufgaben sowie für andere Zwecke als den gewerblichen Gütertransport.
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Einige gängige Aufbauformen für Massengüter bzw. vielfältige Einsatzmöglichkeiten sind heute
weitgehend standardisiert bzw. haben sich zumindest in der Grundkonstruktion weitgehend
identisch durchgesetzt. Hierzu zählen feste, offene Ladeflächen (sog.Pritschen), geschlossene
Kästen und Tankaufbauten, welche es jeweils bereits zu Zeiten der Pferdekutschengab.
Zusätzlich etabliert haben sich seit langemKipperfahrzeuge(überwiegend zum Einsatz in
derBauwirtschaft) mit als kippbare Pritschen oder Mulden ausgeführten Aufbauten, Isolier- und
Kühlaufbauten sowie Chassis zur Aufnahme austauschbarer Behälter wie etwa Container.
Diese sind (mit Ausnahme der kippbaren Pritschen) auch beiEisenbahn- Güterwagenzu finden.
Eine exakt trennscharfe Definition von Standardaufbauten ist zwar nicht möglich, aber sie
können einerseits nach ihrer Verbreitung, andererseits nach ihrem Spezialisierungsgrad, also der
Eignung zum Transport vieler unterschiedlicher (und nicht nur einiger weniger) Güterarten,
abgegrenzt werden:
- Pritschenaufbau:
Die einfachste und gleichzeitig universell verwendbare Aufbauform
ist die Pritsche, ursprünglich eine einfache ebene Plattform ohne Seitenwände als
Ladefläche über dem Fahrgestell (die in seltenen Fällen auch heute noch zu finden ist).
Um ein Herunterrutschen oder Herunterfallen der Ladung während der Fahrt zu
verhindern, werden Pritschen seit langem fast immer mit flachen Bordwänden
versehen. In der Regel sind die Bordwände seitlich und hinten zwecks einfacherer Be-
und Entladung umklappbar, während die Bordwand nach vorne fest installiert ist, und
etwa bei starken Bremsungen ein Aufschlagen der Ladung auf das Fahrerhaus
verhindert. In der Verwaltungssprache wird diese Form auch als „offener Kasten“
bezeichnet. Zumeist werden Pritschenaufbauten heute mit einer durch ein Plangestell
(dem so genannten Spriegel) getragenen LKW-Planeergänzt, die den Laderaum nach
vorne, hinten, seitlich und nach oben umschließt, aber seitlich sowie hinten geöffnet
werden kann. Dies ermöglicht einen bedingten Schutz der Ladung gegen äußere
Einflüsse wie z. B. die Witterung. Beim ausschließlichen Transport
witterungsunempfindlicher Güter werden teilweise auch Pritschenfahrzeuge ohne
Planen eingesetzt.
- Kipper:
oben offener Aufbau mit nach hinten und/oder zur Seite kippbarer Pritsche
(mit zu öffnenden Seitenwänden) oder nach hinten kippbarer Mulde mit seitlich
festen, meist hoch aufragenden Wänden; diese LKW dienen vorwiegend zum
Transport von witterungsunempfindlichen Schüttgüternwie Sand oder Erdaushub.
Mulden sind heute fast nur noch in der Ausführung als Sattelzug mit Auflieger und
darauf befindlicher Kippmulde zu finden. Als Sonderform zum Transport
empfindlicherer Güter wie z. B. Getreide werden teilweise auch geschlossene Kästen
mit Dachöffnungen zum Beladen versehen und kippbar ausgeführt oder offene
Aufbauten mit Planen oder Wagendecken versehen, diese sind eigentlich aber den
Sonderaufbauten zuzurechnen.
- Geschlossener Kasten: Die Ladefläche ist vollständig mit festen Wänden
umschlossen und überdacht. Überwiegend ist nur die Rückseite in Form von Türen
ausgeführt, die Seitenwände sind fest. Seltener sind auch Türen in den Seiten oder
diese komplett aufklappbar ausgeführt. Unterarten sind:
- Kastenwagen:
Der rundum geschlossene und überdachte Laderaum ist mit
dem Führerhaus verbunden bzw. als eine Einheit mit dem Führerhaus
ausgeführt. In Deutschland ist diese Bauart heute nur noch bei
Kleintransporternund Lieferwagen üblich. Bis etwa Anfang der 1970er Jahre
war sie aber auch bei LKW weit verbreitet, insbesondere bei Möbelwagen.
Diese Aufbauart entfiel mit dem Aufkommen kippbarer LKW-Fahrerhäuser,
da ein Kippen des Fahrerhauses bei einem damit fest verbundenen Aufbau
nicht möglich ist.
- Kofferaufbau: In der heute üblichen, wegen ihrer auch äußerlich separaten
Form als Koffer bezeichnete Bauform ist der kastenförmig ausgeführte,
rundum geschlossene und überdachte Laderaum nicht mit dem Führerhaus
verbunden, sondern nur auf das Chassis aufgesetzt.
- Kühlwagen:
Zum Transport leicht verderblicher oder aufgrund ihrer
chemischen Eigenschaften an bestimmte Aufbewahrungstemperaturen
gebundener Ware werden in der Regel Kasten- oder Kofferaufbauten
verwendet, die zusätzlich mit einem Kühlaggregatund einer
Isolierungausgestattet sind. Seltener werden auch Tankwagen mit
Kühlaggregaten ausgestattet, diese werden im allgemeinen Sprachgebrauch
aber nicht als Kühlwagen bezeichnet.
Tankaufbau: Tankwagendienen zum Transport von losen, also nicht in Kanistern,
Fässern o. ä. abgefüllten Flüssigkeiten, die in der Regel in größeren Mengen
sortenrein transportiert werden sollen. Tankaufbauten bestehen aus einer oder
mehreren Kammern, auch letztere erscheinen nach außen aber wie ein einziger,
zusammenhängender Aufbau. Beladen werden sie in der Regel durch Deckel von
oben, entladen entweder durch Schläuche und Pumpen von oben oder (häufiger)
durch Armaturen mit Auslaufhähnen und Schlauchkupplungen seitlich bzw. nach
unten. Zu den Tankfahrzeugen zählen auch Tankaufbauten für flüssige oder unter
Druck stehende, komprimierteGase.
Trägersysteme für Wechselaufbauten: Seit Ende der 1960er Jahre hat sich
(ursprünglich aus den USAkommend) die Verwendung von Fahrzeugen mit
austauschbaren Aufbauten verbreitet. Dafür wird das LKW-Chassis mit im Abstand
zueinander sowie in ihrer Form genormten Aufnahmevorrichtungen versehen, die ihre
Gegenstücke in ebenfalls genormten, austauschbaren Behältern finden:
Containerchassis:
Diese Konstruktion dient zur Arretierung von ISO-
Containern, die sich auch auf Eisenbahn-Containerrwaggonstransportieren
lassen, im internationalen Verkehr aber vor allem auf Schiffenbefördert
werden und mit denen mittlerweile ein Großteil des Welthandels abgewickelt
wird. Neben diesen weltweit genormten Containern gibt es noch andere
Containersysteme, in Deutschland z.B. Bahncontainer der Deutschen Bahn
AG, die prinzipiell ähnlich funktionieren und auch auf einer Normung von
Behältern und Trägersystemen beruhen. Als dem Container ähnelndes,
jedoch im Binnenland noch universeller einsetzbares System hat sich in den
letzten Jahrzehnten etabliert das...
Wechselbrücken-Systeme(engl.
Swap-Bodies) mit überwiegendem
Einsatz in Deutschlandund teilweise in Westeuropa: Dabei handelt es sich wie
bei Containern um genormte Systeme von Träger-Fahrgestellen (LKW-
Chassis oder Eisenbahnwagen) und aufsetzbaren, auswechselbaren
Behältern. Im Unterschied zu den genormten Standard- Containernhaben
diese Wechselbehälter oder Wechselbrücken eigene, ein- und ausklappbare
Stützen, weshalb sie im LKW-Verkehr auch ohne Hilfe von Containerkränen
an beliebigen Orten auf- und abgesetzt werden können. Außerdem bieten sie
einen auf europäische Maße abgestimmten Innenraum, der etwas größer ist
als der des auf US- amerikanische Maße und Bedürfnisse zugeschnittenen
20-Fuß- Containers.
Wechselladerfahrzeug:
Eingesetzt zum Transport von
Abrollcontainern(nicht zu verwechseln mit ISO-Containern) oder mobilen
Absetzmulden, z. B. für die Entsorgung von Sperrmülloder Bauschutt.
Mobiler: Hierbei
handelt es sich um eine Sonderform des
Wechselladerfahrzeugs mit einer horizontalen Umschlagtechnik für den
kombinierten Verkehr Schiene/Straße.
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Ergänzend zu den in ihrer Grundkonstruktion bzw. Eignung weitgehend identischen und für eine
größere Zahl unterschiedlicher Waren geeigneten Standardaufbauten haben sich noch eine
Vielzahl von Sonderaufbauten herausgebildet, die für bestimmte Ladegüter prädestiniert sind.
Diese sind in der Regel aufgrund der speziellen Eigenschaften dieser Güter entstanden, da sie
sich für diese Güter zumindest zu einer rationellen und kostengünstigen Transportabwicklung als
sinnvoll erwiesen haben. Als wichtigste Ausprägungen sind zu nennen:
- Autotransporter:
zum Transport von Fahrzeugen
- Betonmischer:
zum Transport von verarbeitungsfertigem Betonzu Baustellen
- Glastransporter: Spezialkonstruktion zum Transport von Glasscheiben
- Langmaterial-Fahrzeuge: für überlanges Ladegut wie etwa Stahlträger(diese sind
den normalen Pritschenfahrzeugen konstruktiv noch relativ nah)
- Langholztransporter: Sonderform des Langmaterial-Fahrzeugs, bei dem
Zugfahrzeug und Nachläufer häufig nur durch eine Steuerleine und nicht durch ein
festes Chassis verbunden sind; die Verbindung entsteht durch die entsprechend
gesicherten Holzstämmeselbst
- Siloaufbau:
für pulverförmigeund rieselfähige Schüttgüter, oft kombiniert mit einer
Aufstellvorrichtung zum Kippen des Behälters zur Entleerung
- Tiefladersowie Großraum- und Schwertransporter: Diese überschreiten häufig
die
vorgeschriebenen Maximalmaße oder -gewichte und bedürfen daher spezieller
Genehmigungen. Der größte Schwertransporter ist der ScheuerleLS
250 „Heuler“,
der z. B. durch die BahntochterHeavy Cargo + Service für Transformatoren-
Transporte eingesetzt wird.
- Viehtransporterbzw. Verschlagwagen:
zum Transport lebender Tiere
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Darüber hinaus sollen der Vollständigkeit halber noch einige weitere Sonderaufbauten erwähnt
werden, bei denen der gewerbliche Warentransport, entgegen der obigen Grundsatzdefinition
des Lastkraftwagens, jedoch nicht der Haupteinsatzzweck ist bzw. überhaupt keine Rolle
spielt. Diese Fahrzeuge fallen landläufig in sofern auch unter den Begriff des LKW, weil in der
Regel LKW-Chassis als Basis für diese speziellen Sonderfahrzeuge dienen. Exemplarisch für
eine Vielzahl weiterer Varianten sind zu nennen:
- Abschleppwagen:
zum Bergen liegengebliebener Fahrzeuge
- Autokran: zum
Heben schwerer Lasten beim Be- und Entladen von Fahrzeugen,
außerdem auch an Baustellenund bei Bergungsarbeiten nach Unfällen
- Expeditionsmobil: LKW mit Wohnaufbau für Reisen in wenig erschlossene
Länder/Gegenden
- Fahrende Arbeitsmaschinen: Hierbei handelt es sich um auf LKW-Chassis
montierte Arbeitsmaschinen wie Sägen, Bohrausrüstungen, etc., die mobil einsetzbar
sein sollen.
- Gelenkmast:
sehr variable, auch als Kraneinsetzbare Hubarbeits- bzw.
Hubrettungsbühne zum Erreichen großer Höhen bzw. von Stellen, die mit
Hubsteigernoder Drehleiternnicht zugänglich sind
- Hubsteiger:
fahrbare Arbeitsbühne zum Erreichen von Straßenlaternen,
Oberleitungen, Schilderbrückenusw.
- Kehrmaschine:
zur Straßenreinigung
- Mannschaftstransportwagen: Beim Militärund bei der Polizeiwerden neben
Bussenteilweise auch LKW mit Sitzplätze auf der Ladefläche ausgestattet, um
Personen zu transportieren. Mannschaftstransportwagen werden auch zu zivilen
Zwecken eingesetzt, z. B. wenn in unwegsamem Gelände viele Personen transportiert
werden müssen (z. B. im Bergbau).
- mobile Küche/Feldküche: zur Verpflegung von Menschen außerhalb geeigneter
fester Einrichtungen (z. B. im Gelände), hauptsächlich beim Militärund bei
Hilfsorganisationen
- Müllwagen:
zur Müllabfuhr
- Pumpwagen:
Aufbau aus Pumpeund langen Schläuchen und/oder Rohren zum
Pumpen von Flüssigkeiten (z. B. von flüssigem Zement)
- Räum- und Streufahrzeug:
im Winterdienstzur Befreiung von Straßen von Eis und
Schnee
- Saugwagen: Diese Sonderform des Tankwagensdient zum Entleeren von Schlamm-
und Sickergruben.
- Sprengwagen: Diese weitere Sonderform des Tankwagens kann zur
Straßenreinigungund zur Bewässerungverwendet werden.
- Turmwagen:
wie der Hubsteiger zum Erreichen von Straßenlaternen, Oberleitungen,
Schilderbrückenusw.
- Ü-Wagen: Übertragungswagen von Rundfunksendern
- Verkaufswagen: zum Straßenverkauf von z. B. Lebensmitteln
- Wasserwerfer:
Fahrzeug der Polizei, das eingesetzt wird um Menschengruppen
unter Kontrolle zu halten.
Diese Liste muss prinzipiell unvollständig bleiben, da im Grunde nahezu jegliches
technische Gerät bzw. nahezu jegliche Konstruktion bis zu einer bestimmten Größe und
bis zu einem bestimmten Gewicht auf einen LKW gebaut werden kann, um mobil
einsetzbar zu sein. Eine Vielzahl von Sonderaufbauten gibt es z. B. für:
Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt – vom fahrbaren Bienenstockbis zum mobilen
Aktenvernichter.Aufgrund der Vielfalt der denkbaren Aufbauvarianten wird der Aufbau
meist nicht vom LKW- Hersteller selbst sondern von anderen, hierauf spezialisierten
Firmen durchgeführt. Neben einigen großen, international tätigen Herstellern haben sich
hier bis in die Gegenwart eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen, die sich häufig
auf spezielle Aufbauten konzentriert haben sowie Wartung und Instandsetzung für die
meisten Aufbauformen anbieten, als Anbieter gehalten.
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LKW sind durch ihre Teilnahme am Straßenverkehr auch gewissen Sicherheits- und
Unfallrisiken ausgesetzt bzw. verursachen diese, z. B. durch:
- Nichtbeachtung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten
- mangelnder Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden LKW
- mangelndeLadungssicherung
- tranportierte Gefahrstoffe (z. B. giftige, leicht entzündliche oder explosive Substanzen)
- mangelnde Wartung und Pflege des Fahrzeugs (z. B. verschlissene Bremsbeläge,
abgefahrene Reifen)
- unter Terminstress stehende Fahrer
- Unübersichtlichkeit des Fahrzeugs (insbesondere beim Rangieren und
Rückwärtsfahren)
- Toter Winkel(insbesondere
beim Abbiegen gefährlich für Fußgänger und Radfahrer,
eine Sicherheitsvorkehrung besteht im vorgeschriebenen Seitenunterfahrschutz)
- mangelnde Beleuchtung abgestellter LKW
- große Masse der LKW, die zu großen Gefahren für kleinere und leichtere
Verkehrsteilnehmer bei Zusammenstößen führt
- Feinstaub- und Rußemissionen
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In Deutschlandunterliegen
alle gewerblich genutzten Fahrzeuge, also auch LKW, der jährlichen
Haupt- und Abgasuntersuchung durch den TÜVoder eine andere anerkannte Kfz.-
Sachverständigenorganisation (wobei die Abgasuntersuchung auch von einer zugelassenen
Werkstatt vorgenommen werden kann).
LKW und Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von 10 t oder mehr benötigen
außerdem ein Prüfbuch und müssen jährlich zu einer Sicherheits-Prüfung. Diese kann von einer
zugelassenen Werkstatt durchgeführt werden.
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In Österreichist
der LKW so wie alle anderen Kraftfahrzeuge der § 57aBegutachtung zu
unterziehen (allerdings jährlich) und bekommt das Pickerl. Noch in den 1990er
Jahren mussten
die LKW nicht wie die PKW zu einer Überprüfung in eine Werkstatt, sondern wurden jährlich
bei Prüfanstalten der jeweiligen Landesregierung vorgeladen.
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- Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 2, 1945-1969. 3. Auflage.
Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-01197-2
- Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 3, 1970-1989. 1. Auflage.
Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02446-2
- Bernd Regenberg: Die berühmtesten deutschen Lastwagen von 1896 bis heute. 4.
Auflage. Verlag Podszun-Motorbücher, Brilon 1997, ISBN 3-923448-89-9
- Halwart Schrader: Deutsche Lastwagen-Klassiker. 1. Auflage. Motorbuch Verlag,
Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01802-0
- Wolfgang H. Gebhardt: Geschichte des Deutschen LKW-Baus Band 1–3. Weltbild-
Verlag, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-811-2
- Peter j. Davies: Lastwagen der Welt - Das Lexikon der Marken und Modelle,
Motorbuch Verlag 2000, ISBN 3-613-02257-5
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Doppelgelenkbus von Van Hool (Länge: 24,80 m)
Omnibus (v. lat.omnibus
= "für alle"; über frz.: voiture omnibus = "Fahrzeug für alle")
auch
kurz als Bus oder in Deutschlandamtlich als Kraftomnibus (KOM) bezeichnet. In
Österreichund in der Schweizwird er meist als Autobus bezeichnet.
Vor Erfindung des Automotorsbezeichnete
ein Omnibus eine relativ große Kutschezum
Personentransport. Die Bezeichnung "Omnibus" soll durch den Reklameschriftzug "Omnes
omnibus" eines französischen Kaufmanns namens Omnesangeregt worden
sein. Der
FuhrwerksbesitzerBaudrywurde dadurch 1825 zur entsprechenden Benennung
seiner
Fahrzeuge angeregt.
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Der Antrieb erfolgt heute meist durch einen Diesel-oder Gasmotor; bei elektrischem Antrieb
per Oberleitungspricht man von einem O-Bus oder Trolleybus, eine Variante ist der Duo-Bus.
Wasserstoffantrieb durch Brennstoffzellenwird z. Z. weltweit erprobt. Schon früher wurden
alternative Antriebskonzepte wie Hybrid-oder reiner Batterie-Elektrobetrieb erprobt, u. a. auch
mit Energieversorgung aus Schwungradspeichern (Gyrobus).
Busse haben heute fast ausnahmslos einen Heckmotor und Hinterachsantrieb. Der Motor ist
dabei meist liegend und unterflur angeordnet. Bei Niederflurbussenkommen auch stehende
Motoren vor; in jedem Fall ragt bei ihnen der Motor immer mehr oder weniger in den
Heckbereich und fordert dort eine andere Sitzanordnung.
Generell sind Busse im Vergleich zu Lkw ähnlicher Größe wesentlich leichter, so dass bei
Reisebussen häufig einfache Sechs-Gang-Schaltgetriebeausreichen, meist mit einer Form von
kraftunterstützter Schaltung und/oder automatischer Kupplung. Heute setzen sich auch in
Reisebusse mehr und mehr automatisierte Getriebe durch, die durch Rechner anhand der
Drehzahl und Geschwindigkeit geschaltet werden. Bei Stadtbussen werden inzwischen
durchgängig Automatikgetriebe mit Drehmomentwandlereingesetzt, da die Automatik ohne
Zugkraftunterbrechung einen etwas besseren Fahrkomfort für die stehenden Fahrgäste bietet.
Zwar gilt für Busse in Deutschland eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, welche entweder
durch mechanische oder elektrische Drosselungen (bspw. einen Abregelautomaten oder eine
Schraube unter dem Fahrpedal) begrenzt wird, es können allerdings Sonderzulassungen für
Überlandfahrzeuge (siehe Rechtliches in Deutschland)
erteilt werden.
Beim Aufbau der Karosserie gibt es zwei Konzepte:
- Die klassische Lkw-Bauweise besteht aus einem Längsträger, der wiederum den
Antriebstrang mit Motor, Rädern und Bremsanlage trägt. Darauf sitzt der Aufbau mit
dem Fahrgastraum.
- Kleine Busse und einige Hersteller von Reisebussen setzen auf selbsttragende
Karosserienwie im Pkw-Bau. Zu den Anbietern von großen Bussen gehört z. B.
EvoBusmit der Setra- Baureihe.
Das Fahrwerkvon Reisebussen
besitzt an der Vorderachse häufig eine Einzelradaufhängung.
Die Hinterachse ist in der Regel starr. Linienbusse besitzen starre Vorder- und Hinterachsen.
Es gibt Bestrebungen, die Vorteile von Bussen (wenig Infrastruktur) und die Vorteile von
Straßenbahnen (Komfort, Kapazität) zu vereinigen. Dies findet sich hauptsächlich in
Frankreich, wo zahlreiche verschiedene Systeme zwischen der Definition Bus und Straßenbahn
fahren. Inzwischen gibt es dies auch in Deutschland.
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Toyota Intelligent Multimode Transit System (führerlos) auf derExpo 2005
Die Zuordnung, ob ein Kfz ein Bus darstellt, geht aus der Zulassung hervor. Ein
(umgangssprachlich) z. B. VW Bus benanntes Fahrzeug ist zulassungsrechtlich ein PKW!
Kraftfahrzeuge, die zulassungsrechtlich als < Bus > zum Einsatz im Straßenverkehr zugelassen
sind, sind auch nach StVZO und STVO als Bus zu betreiben und zu führen/fahren.
- Einsatzart/gewerbliche Verwendung
Für den gewerblichen Einsatz ist nach PBefG eine weitere Zulassung nach der gewünschten
Verkehrsart erforderlich. Man unterscheidet grundsätzlich Busse (für die gewerbliche
Verwendung/Verkehrsart) in Busse für Linienverkehr und in Busse für den Gelegenheitsverkehr
(Manche Busse haben nachPBefGeine Zulassung für beide Verkehrsarten). Der
Schulbusverkehr stellt eine Sonderform des Linienverkehrs dar und erfordert eine zusätzliche
Ausstattung.
Überlandbus auf den Färöern
Busse für GelegenheitsverkehrReisebusse
Standardreisebusse ohne Toilette
Minibusoder Kleinbussefür kleine Gruppen und Schülerverkehr
Komfortbus für Gruppenreisen und Programmfahrten
Luxusbusse mit großen Sitzabständen und Luxusausstattung, wie z. B.
Liegesitze, Barbereich usw. (Bistrobusse)
Kombibusse für Überlandlinienverkehre und Gelegenheitsverkehr
Stadtbussesind generell mit einer geringeren Anzahl und weniger komfortablen Sitzen
ausgestattet, dafür mit zahlreichen Haltestangen für stehende Fahrgäste sowie mit
Mehrzweckräumen (für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle). Für Linien mit großem
Fahrgastaufkommen werdenDoppelstockbusseoderGelenkbusseeingesetzt. Doppelstöckige
Gelenkfahrzeuge sind äußerst rar. Ein bekannter Typ ist derNeoplanJumboliner, 18 Meter lang
und 4 Meter hoch mit einer Kapazität von 98 Sitzplätzen im Reiseverkehr. Doppelgelenkbusse
haben als erstes in Aachen ihren festen Linienbetreib aufgenommen.
Größere Busse, darunter alle Gelenkfahrzeuge, haben generell drei Achsen. Bei starren
Fahrzeugen ist dabei einfach die Hinterachse verdoppelt, bei Gelenkfahrzeugen liegt die
Mittelachse vor dem Gelenk. Die heute übliche Bauform des Gelenkbusses ist der Pusher. D.h.
der Motor sitzt ganz hinten und treibt die letzte Achse an. Der Hinterwagen schiebt also den
ganzen Bus.
Eine spezielle Bauart stellen die aufFlughäfeneingesetztenVorfeldbussedar, die überwiegend
Stehplätze mit nur wenigen Sitzplätzen bieten. Da sich diese nicht auf öffentlichen Straßen
bewegen, unterliegen sie auch nicht derStVZO, wodurch es möglich ist, diese länger und breiter
als herkömmliche Busse zu bauen.
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Erster Benzin-Omnibus der Welt gefahren von Karl Otto aus Nauholz
Der erste Linienverkehr mit einem kraftstoffbetriebenen Bus fand am 18. März 1895 zwischen
Siegenund Netphenstatt und wurde von der Netphener Omnibusgesellschaftdurchgeführt. Für
den Betrieb der Linie wurde ein Gefährt mit dem Namen „Landauer“ eingesetzt, welches
tatsächlich mehr Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Kutscheals mit einem modernen Bus hatte.
Dieser erste Omnibus der Welt wurde ab 1895, also noch ein Jahr vor dem ersten
Lastkraftwagen, in Handarbeitim Familienbetrieb des Automobil-Pioniers Carl Benzgebaut und
verfügte über acht Sitze und einen Motor mit 5 PS. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug
15 km/h, so dass er die Strecke zwischen Siegen und Netphen in einer Stunde und 20 Minuten
bewältigte. Die Fahrt kostete die für damalige Verhältnisse hohe Summe von 70 Pfennig.
Aufgrund der geringen Belastbarkeit der ersten Benz- Busse musste der Omnibusbetrieb im
Siegerlandjedoch noch vor dem Ablauf des Jahres schon wieder eingestellt werden. Trotz
dieses Rückschlags entstanden, durch ständige Verbesserung der Fahrzeugtechnik, in den
Folgejahren weltweit immer neue Linienverbindungen.
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Ein alter MB O 3500 - hier als Nostalgiebus auf Borkumim Einsatz
In den 1930er Jahren waren Sattelzugomnibusse üblich, z.B. BüssingTyp SS und Typ DS.
Heute werden Sattelzugomnibusse als kubanischeEigenentwicklung in der
HauptstadtHavannaals öffentliches Nahverkehrsmitteleingesetzt. Wegen ihrer Bauform mit
abgesenktem Einstiegsbereich in der Mitte des Auflegers werden sie Camello(dt. Kamel)
genannt. In den Anfängen der Bustechnik wurden die Fahrzeuge mit Frontmotor als
Langschnauzer gebaut (z. B. Mercedes-Benz O 3500 aus den 1950er Jahren, 6 Zylinder
Motor mit 90PS) und es gab auch offene Fahrzeuge. Büssingbaute in den 1960er Jahren
Einheinhalbdecker.
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MAN VÖV-II-Bus
Der VÖV II-Bus, als Nachfolger des VÖV I, hatte als Ziel der Entwicklung einen niedrigeren
Fahrzeugboden und dadurch eine niedrigere Einstiegshöhe. Aus den zwischen 1976 und 1978
erprobten Prototypen S 80 entwickelten sich beispielsweise der Neoplan N416, der Mercedes
Benz O 405 und der MAN SL 202.
Aus dem VÖV II wurde einNiederflur-Bus
entwickelt, der die Grundlage für beispielsweise
den Neoplan N4014NF, den Mercedes Benz O 405 N oder den MAN NL 202 bildete.
Gerne wird dieser Bus als VÖV III bezeichnet, aber eine offizielle VÖV III-Richtlinie hat es nie
gegeben.
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In den letzten Jahren wurde das Konzept von spurgeführten Bussenwieder aufgegriffen. Die
Entwicklungen beispielsweise des französischenCiVis, des Twistoin Caen oder der
AutoTramdes Fraunhofer-Institutssind eine Mischung von Fahrzeugen, die äußerlich den
Straßenbahnenähneln, aber auf Gummireifen fahren und mittels unterschiedlicher Systeme
automatisch auf einer vorgegebenen Spur geführt werden können.Dieses Prinzip wird seit
Jahren durch die Stadtwerke Essen im Bereich des Mittelstreifens der A40 ab Essen Kray in
Richtung Stadtmitte genutzt.
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Es gibt verschiedene Formen des Omnibusverkehrs, deren Anforderungen die Bauart des
Fahrzeugs bestimmen:
Fernlinienverkehr (Fernbuslinien)
Reiseverkehre (zum BeispielRotel)
Mietbusverkehre
Gruppenreisen
Programmfahrten
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In dünnbesiedelten Gegenden hat der Omnibus die früher üblichen Kleinbahnenersetzt, in vielen
Städten hat er die Straßenbahnverdrängt. In den Randbereichen der Städte sind durch die Kfz-
Dichte pro Haushalt und die Disposition der Bewohner sowie die oft topografisch schwierige
Situation (schmale steile Straßen) Buslinien nur mehr schwer zu betreiben – je nach Umsetzung
der leistungsbezogenen Verteilung der Verbundgelder (nach Sitzplatzkilometer oder
Fahrgastkilometer) werden hier möglicherweise in Zukunft nur mehr modifizierte Linienverkehre
wie z.B BEHA im VORoder Sammeltaxen verkehren.
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Sattelzugomnibus in Havanna (sog. Camello)
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In Österreichwird
der Begriff Omnibus kaum verwendet. Stattdessen wird entweder das Wort
Autobus, Obus oder einfach Busbenutzt.
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Auch in der Schweizwird
nur das Wort Bus im Stadt- und Regionalverkehr verwendet. Für
den Typ des Reisebusses wird in der Schweiz hingegen der französische Begriff Car oder
Autocarbenutzt.
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- Rechtlich wird als Kraftomnibus (KOM) ein zur Beförderung von Personen
bestimmtes Kraftfahrzeug mit mehr als 8 Fahrgastplätzen (ohne den Fahrer) definiert.
- Für einen KOM gilt auf Landstraßen und Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit
von 80 km/h. Busse, bei denen die Fahrgäste während der Beförderung stehen,
unterliegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung von max. 60 km/h auf allen Straßen
außerorts. Omnibusse dürfen mit einer Ausnahmegenehmigung, wenn die
Anforderungen des § 18 StVOerfüllt werden, auf Autobahnen 100 km/h fahren,
dies
wird durch ein Tempo-100-Schild mit Siegel der Zulassungsstelle am Heck des
Fahrzeuges sowie der Eintragung "Für 100 KM/H auf Autobahnen geeignet"
gekennzeichnet.
- Zum Führen eines Kraftomnibusses ist eine besondere Fahrerlaubniserforderlich, die
nach den EU-weiten Regelung als Klasse D oder D1 bezeichnet werden und mit der
Klasse E (Anhänger) kombiniert werden können. Die Klasse D und D1 erfordert alle
5 Jahre eine neue medizinische Untersuchung. Ab dem 50. Lebensjahr kommt noch
eine psychologische Untersuchung hinzu.
Dazu kommen ab 2007 weitere Qualifizierungsmaßnahmen aus dem Gesetz zur Einführung
einer Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer im Güterkraft- und Personenverkehr.
- Kraftfahrzeuge, die als Kraftomnibusse zugelassen sind, unterliegen regelmäßigen
Untersuchungen, z. B. jährliche Hauptuntersuchung("TÜV") und vierteljährliche
Sicherheitsprüfung(siehe dazu § 29 StVZO; Beispiel: Funktions- und Sichtprüfung
der Bremsen und Lenkung, aber auch Schließkraftmessungder sich automatisch
schließenden Türen).
- Kraftomnibusse gelten als Personenkraftwagen, d. h. ihnen stehen ähnliche Rechte
wie Pkw bis 3,5 t zu (z. B. wenn es um Überholverbote für LKW geht).
- Seit dem 1.
Juli1960ist der Einsatz von Busanhängernzur
Personenbeförderungverboten. Gegenwärtig wird geprüft, ob Busanhänger wieder
zugelassen werden sollen; Probebetriebe mit Ausnahmegenehmigung gibt es zur Zeit
(Juni 2006) in Wolfsburg, Reutlingen, Pinneberg und Brandenburg.
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Mietomnibus ist ein Begriff aus dem Personenbeförderungsgesetz(§ 49 Abs. 1 PBefG). Unter
Verkehr mit Mietomnibus versteht man eine Form des Gelegenheitsverkehrsmit
Kraftfahrzeugen, welche durch ein Verkehrsunternehmen angeboten werden kann, jedoch Ziel,
Zweck und Ablauf der Fahrt der Mieter (Fahrgast) bestimmt. Wichtiges Kriterium ist, dass der
Mietomnibus vom Fahrgast im ganzen angemietet wird. Mieter kann auch ein
zusammengehöriger Personenkreis sein, welcher über Ziel und Ablauf der Fahrt einig sein muss
(z. B. Schulklassen, Vereine etc.). Mietomnibusse dürfen sich nicht auf öffentlichen Straßen und
Plätze zum Zweck der Fahrgastaufnahme bereithalten.
Der Gelegenheitsverkehr mit einem Mietomnibus ist erlaubnispflichtig und bedarf einer
Genehmigung der zuständigen Verkehrsbehörde.
Für den Mietomnibusverkehr gelten auch die Bestimmungen der BOKraft.
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- Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Omnibusse seit 1895, Motorbuch Verlag 2002,
ISBN 3- 613-02140-4
- Ralf J. F. Kieselbach: Stromlinienbusse in Deutschland - Aerodynamik im
Nutzfahrzeugbau 1931 bis 1961 Kohlhammer Edition 1983, ISBN 3-170-07930-1
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diverse Motorräder auf einem Parkplatz
Das Motorrad (amtliche Bezeichnung: Kraftrad, im militärischen Sprachgebrauch: Krad) ist
ein einspuriges Kraftfahrzeugmit üblicherweise 1 bis 2 Sitzen.
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Zyklon Motorrad um 1900
Motorrad und Fahrrad beruhen auf dem Zweirad-Prinzip, welches Karl Drais, damals noch
Freiherr, 1817in Form seiner Laufmaschine als Ersatz für verhungerte Pferde erfunden hat.
Schon 1820 schrieb er, dass er Pferde „durch die Dampfmaschine selbst noch mehr zu
übertreffen getraue.“
Beim nächsten Entwicklungsschub fuhren Dampfmotorräder in Frankreich und den USA. Louis
Perreaux's Dampfveloziped als Zweirad 1871 (patentiert seit 1868) ist erhalten, für das Dreirad
gab es 1878 einen Verkaufskatalog. Wie viele Fahrzeuge verkauft wurden, ist nicht bekannt. In
Roxbury, Massachusetts, baute um 1870 Sylvester Roper mehrere Dampfvelozipede und
stellte sie gegen Eintritt aus.
Motorräder in industriellem Maßstab wurden zuerst von der Firma Indian(USA) hergestellt.
Mit den technischen Verbesserungen
wurde das Motorrad wirklich fahrbar.
Wesentliche Entwicklungen gingen aus von
Bis zum Ersten Weltkrieg warIndiandie weltweit größte Motorradfabrik. Danach wurde
dieser Titel weitergegeben an Harley Davidson, ab 1928an DKWund nach dem Zweiten
Weltkrieg an NSU. Anfang der1970erJahre kam dann mit Hondaein japanischer
Hersteller zu diesen Ehren (bis heute).
Hondastellte 1969mit derCB 750 Fourein richtungsweisendes Motorrad mit einem quer
eingebauten Vierzylinder-Viertaktmotor vor, nachdem bereitsGileraseit den 1930erJahren mit
einer Rennmaschine dieses Konzept sehr erfolgreich einführte. Auch MV Agustastellte
seit1966Motorräder dieser Bauweise her, konnte sich jedoch nie am Massenmarkt
durchsetzen und blieb ein Kleinserienanbieter auf hohem Preisniveau.
Als mächtigste der in Serie gefertigten Motorräder gelten die U.S. amerikanischenBoss
HossModelle, mit V- 8 Automotoren, über 5 Litern Hubraumund mehr als 225 kW Leistung,
als längstes Motorrad dieBöhmerland.
Nach den schlechten Verkaufszahlen von Motorrädern als Folge der steigenden Popularität des
Automobils Ende der 1950erJahre wurde Motorradfahren erst in den 1970ernals Freizeittrend
wiederentdeckt. Motorradhersteller wieTriumphund MV Agustaerlebten ihre
Wiederauferstehung.
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Sonderformen mit drei Rädern (Gespanne)
werden den Motorrädern zugeordnet, da sie in der
klassischen Form Motorräder mit Beiwagensind und auch getrennt werden können.
Trikesund Quadszählen nicht zu Motorrädern, in Deutschland können sie mit dem
Autoführerschein gefahren werden.
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Der Antriebsmotor ist in den meisten Fällen ein Viertakt-Ottomotor, seltener ein
Zweitaktmotor. Zweitaktmotoren werden zunehmend seltener, weil sie Geräusch- und
Abgasregelungen nur unzureichend erfüllen. Motorräder haben typischerweise einen bis vier
Zylinder; Zweizylindermotoren sind als Reihenmotoren, Boxermotorenoder V-
Motorenangeordnet, Drei- und Vierzylindermotoren sind fast immer Reihenmotoren.
Maschinen mit untypischen Motoren sind die Honda PanEuropean mit 4-Zylinder V-Motor
und einzelne Modelle von Honda, Kawasaki und Benelli mit 6 Zylindern. Die Honda Goldwing
mit 4 oder 6 Zylinder Boxermotoren und verschiedene Wettbewerbsfahrzeuge mit 3 Zylindern
(2 Zylinder stehend, 1 Zylinder liegend).SuzukiRE 5, Van Veen OCR, NortonCommando und
TT). Alternative Antriebskonzepte sind Dieselmotoren(Taurus 325/Centaurus 851, Enfield
Diesel (Indien), Sommer- Hatz-Diesel (Deutschland)) und Wellenturbinen(Y2K Turbine
Superbike).
In den meisten Fällen wird die Motorleistung mit einer Ketteauf das Hinterrad übertragen.
Daneben werden als wartungsärmere Alternativen Kardanwellenoder Zahnriemenbenutzt. Der
Nachteil der Kardanwelle ist zum einen das höhere Gewicht, zum anderen auch durch
Lastwechsel bedingte Aufstellmomente, das jedoch durch Einbau einer
Paraleverstrebeabgefangen werden kann. Dies erhöht jedoch wiederum das ohnehin hohe
Gewicht des Kardanantriebs, weswegen bei sportlichen Motorrädern fast immer Kettenantrieb
verwendet wird. Diese Art der Kraftübertragung hat jedoch auch ihre spezifischen Nachteile
wie ihre Pflegebedürftigkeit (Spannen und Schmieren) sowie der Verschleiß von Antriebsritzel,
Kettenrad und Kette. Das Vorderrad wird nur bei sehr wenigen Modellen zusätzlich
angetrieben. Bereits seit über 40 Jahren gibt es Allrad- Motorräder der Marke ROKON
(USA), bei denen beide Räder durch Ketten angetrieben werden.
Bedient wird ein Motorrad mit Händen und Füßen, jedoch ist die Anordnung der
Bedienelemente anders als beispielsweise beim PKW. Am weitesten verbreitet ist folgende
Kombination: Die Gangschaltungwird mit dem linken Fuß bedient, die Kupplungmit der linken
Hand, das Gasmit der rechten Hand (Drehgriff), ebenso wie die Vorderradbremse
(Bremshebel), während die Hinterrradbremse mit dem rechten Fuß bedient wird. Der Blinkerist
meist links zu finden, während die Schalter für die Beleuchtung oft auch rechts zu finden sind.
Ein Motorrad zeichnet sich durch ein im Verhältnis zum PKWniedrigeresLeistungsgewichtaus.
Die Motorleistung muss so weniger Massebeschleunigen. Relativ hohe
Beschleunigungswertesind die Folge (z.B.: 0-100 km/h in knapp über 3 Sekunden).
Die leistungsstärksten serienmäßigen Straßenmotorräder erreichen mit über 300 km/h höhere
Geschwindigkeitenals die meisten Serien-PKW, durch den gegenüber PKW geringeren
Luftwiderstand (das Produkt aus Luftwiderstandsbeiwert(cw-Wert) und der Stirnfläche (m²)).
In Europa haben sich die Importeure und Hersteller 2002 eine freiwillige
Geschwindigkeitsobergrenze von 299 km/h auferlegt, um einer gesetzlichen Regulierung
entgegenzuwirken.
Motorrädern entwickeln je nach Fahrweise besonders viel Verkehrslärm. Dabei sind es nicht
die Abrollgeräusche wie beim Auto, die als störend wahrgenommen werden, sondern die
Motor- und Ansauggeräusche des freiliegenden Antriebsaggregats. Ein Motorrad mit
Höchstdrehzahl kann als ebenso laut wahrgenommen werden wie 1000 Motorräder, die im
Standgas laufen.[1]Diese Spanne ist bei Autos weitaus geringer.
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Nach Einsatz und Charakteristik werden Motorräder in Typen unterteilt:
Geländemotorräder (ausschließlich oder überwiegend für den Geländeeinsatz
konzipierte, motorisierte Zweiräder.)
Enduro
Motocross
Trial
Speedway
Sonderformen
Gespann
Dragster
Lastenmotorrad
Steherrennen-Motorrad
Steilwand-Motorrad
Pocket Bike
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Nach dem Zweiten Weltkriegheimkehrende
amerikanische Flugzeugbesatzungen, Bomber und
Piloten, die keine Arbeitsplätze und oft auch ihre Frauen nicht mehr hatten, schlossen sich zu
Motorradgangs zusammen (in Kalifornien die Hells Angels), um gegen die etablierte
Gesellschaft zu protestieren (siehe auch: [[Rocker Rocker). Im Film Easy Ridervon
1969schließlich wird dieses gesellschaftliche Außenseitertum romantisch verklärt.
Motorradfahrer schließen sich häufig in losen oder organisierten Gruppen (Clubs) zusammen.
Motorradreisen(Touren) sind eine beliebte Tätigkeit der Motorradfahrer.
Weit verbreitet sind
Motorradreisen mit mehreren Fahrzeugen (auch mit Sozius/Sozia). Sie werden meistens selbst
organisiert; typischerweise wird dabei das Gepäck selbst mitgeführt. Es werden aber auch
organisierte Motorradreisen angeboten, bei denen häufig das Gepäck auf Begleitfahrzeugen
mitgeführt wird. Für Motorradreisen wurden spezielle Motorradarten entwickelt: der
Tourer(Tourenmaschine) und der Cruiser.
Im Jargonwird
Motorradfahren zuweilen als Ausritt bezeichnet.
Es gibt Cruiser (Genussfahrer), Tourenfahrer, Sportfahrer und den harten Kern, die
Alltagsfahrer, die jeden Weg bei jedem Wetter mit dem Motorrad zurücklegen.
Seit den 1980er Jahren finden in vielen Städten auch große Motorradgottesdienste(MOGO)
statt, die mit einer gemeinsamen Konvoifahrt ins Umland endet.
Motorradfahrer grüßen sich häufig unterwegs mit Handzeichen; diese Geste ist Ende
der1950erJahre entstanden, als man „unter sich“ war . In Ländern mit Linksverkehrerfolgt der
Gruß üblicherweise durch Kopfnicken, da hier sonst die rechte Hand vom Gasgriff genommen
werden müsste. In einigen Ländern, so zum Beispiel in Frankreich, ist es üblich, dass
Überholende durch Ausstrecken oder Heben des rechten Beines grüßen.
Zum Motorradfahren auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen ist eine ausreichende
Fahrerlaubnis(je nach Motorleistung) erforderlich. In Deutschland sind es die Klassen A (offen,
ab dem 25. Lebensjahr oder nach 2 Jahren, wenn dieser als A (begrenzt) erworben wird), A
(begrenzt, ab dem 18. Lebensjahr; max. 25 kW und nicht mehr als 0,16 kW/kg Leergewicht)
oder A1 (ab dem 16. Lebensjahr; max. 11 kW und 80 km/h), oder die (weiterhin gültigen)
Klassen 1 (unbegrenzt) oder 1a (begrenzt) bzw. 3 (vor dem 1. April 1980, Bestandsschutz für
125 cm³). Motorradfahren lernt man zwar in den Grundzügen in einer Fahrschule- richtiges
Beherrschen des Fahrzeuges aber erst durch genügend Fahrpraxis unter Anleitung von
erfahrenen Fahrern. Der Besuch eines Fahrtrainings ist wegen der erhöhten Gefährdung noch
mehr als bei PKW empfehlenswert.
Die Motorradindustrie klagt in Deutschland und Europa heute über rückläufige Absatzzahlen.
Gründe liegen in den hohen Anschaffungskosten, die Motorradfahren für junge Fahrer oft
unerschwinglich machen. Auch die gestiegenen Freizeitangebote führen nicht mehr automatisch
zum Motorrad. Viele junge Menschen werden durch die Eltern zurückgehalten, die das
Motorradfahren als zu riskant ansehen. Positiver Nebeneffekt der reiferen Fahrer und der
sicheren und gut gewarteten Maschinen sind stark rückgängige Unfallzahlen, was sich auch
durch rückläufige Versicherungsprämien bemerkbar macht. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen
ums Leben gekommenen Motorradfahrer sank von 946 im Jahre 2003 auf 858 im Jahre 2004.
Das Durchschnittsalter der deutschen Motorradfahrer liegt zwischen 35 und 40 Jahren und
steigt beständig weiter an. Das erklärt die Tendenz sowohl zu hochpreisigen Maschinen als
auch zu so genannten Sofa- Rollern mit großvolumigen Motoren (z.B. Suzuki Burgman 650 mit
41 kW).
Das „militärische“ Krad um 1940 im Balkan
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Im Amtsdeutsch (Zulassungsstelle etc.) gilt die Bezeichnung Kraftrad, in der
Zeitungslandschaftund im militärischenSprachgebrauch hat sich bis heute die Kurzform Krad
gehalten. Offene, dreirädrige Fahrzeuge werden jedoch allgemein als Trikebezeichnet.
Andere Bezeichnungen für Motorrad im Allgemeinen sind unter anderen: Bock, Hobel, Ofen,
Töff (letzteres überwiegend in der Schweiz gebräuchlich).
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- Bernt Spiegel: Die obere Hälfte des Motorrads. Motorbuch Verlag, München 2002
ISBN 3- 613022-68-0. (Wichtig für den mentalen Hintergrund - hier erklärt ein
Verhaltensforscher, Motorradfahrer und Instruktor die Grundlagen, Hilfen und
Techniken des Fahrens)
- Harry Niemann: Der Kniff mit dem Knie. Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01737-7.
- Keith Code: Der richtige Dreh II. 1. Aufl. California Superbike Verlag, Schuld 1995
(Band 2). ISBN 3-924662-01-0. (Standardwerk zu den Grundlagen des
Motorradfahrens); Amerikanische Originalausgabe: A Twist of the Wrist II. Acrobat
Books, Venice 1993 ISBN 0-918226-31-7.
- Jürgen Stoffregen: Motorradtechnik. Vieweg Verlag, Braunschweig 2004. ISBN 3-
528449- 40-3. (Technisches Fachbuch auf dem neuesten Stand)
- Nepomuck/Janneck: Das Schrauberhandbuch. Moby Dick Verlag ISBN 3-89595-
101-3. (laienverständliche Darstellung von Technik, Wartung und Instandsetzung)
- Hugo Wilson: Das Lexikon vom Motorrad. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2001 ISBN
3- 613017-19-9. (Gute Übersicht)
- Thomas Krens and Matthew Drutt (Hrsg.): The Art of the Motorcycle. 2003 ISBN 0-
810991-06-3 (Kompendium der Motorradgeschichte, -kultur, -technik und des
Designs)
- Erwin Tragatsch: Motorräder - Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei 1894 -
1976. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1985 ISBN 3-87943-213-9 (Das Buch stellt
nahezu 500 Firmen vor, die in den genannten Ländern Motorräder gebaut haben.)
- Alan Dowds: Motorräder. Verlag EDITION XXL, 2005. (100 der weltbesten
Superbikes) ISBN 3-89736-329-1
- Bernt Spiegel: Motorradtraining alle Tage. Motorbuch Verlag, München 2006.
ISBN 3-613- 02501-9. (Praxisband zu Die obere Hälfte des Motorrads. Weniger
Theorie, trotzdem gut verständlich auch ohne das Hauptwerk.)
- Alexander Spoerl: Mit Motorrad und Roller auf du, Piper Verlag München, 1955,
reprint Schrader Verlag 1995, ISBN 3-613-87139-4. Der berühmte Autor erklärt die
Feinheiten und Eigenschaften des Motorradlebens im typischen Stil der 50er Jahre
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Zur Familie der Dampfmaschinen gehört der 1765 von Nicholas Cugnotkonstruierte
Dampfkraftwagen, auch Dampftraktorgenannt. Dieser Fahrzeugtyp hielt in der Landwirtschaft
Einzug und trug zur Entwicklung der Dampflokomotivebei.
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Ein Traktor der Marke Ford, Modell 5000 mit 68PS
Traktoren werden zum Ziehen vonAnhängernund landwirtschaftlichen Gerätenbenutzt. Vielfach
lassen sich auch landwirtschaftliche Maschinen direkt an den Traktor anbauen und über eine
Antriebswelle (Gelenkwelle/Zapfwelle) vom Motor des Traktors oder über die
Hydraulikantreiben. Um die für die Feldarbeit notwendige Geländegängigkeit zu erreichen,
besitzen Traktoren oft Allradantrieb und mindestens zwei, heute oft auch vier sehr große Räder
mit grobstolligen Profil.
Heutige Traktoren gibt es für viele Verwendungszwecke in allen Formen, wie ganz kleine, die
vor allem im Gebirgein der Forstwirtschaftoder Almwirtschafteingesetzt werden können, sehr
schmale für denWeinbauoder große für den Ackerbauim Flachland. Um eine optimale
Geschwindigkeit für die jeweilige Arbeit zu erreichen verfügen moderne Traktoren oftmals über
ein vielstufiges Lastschaltgetriebeoder ein stufenloses Getriebe. Als häufig genutzte
Zusatzausrüstung an Traktoren ist ein Frontlader, manchmal auch ein Heckladerangebracht.
Größere Traktoren verfügen heute meistens über eine Kabinemit Klimaanlageund haben
gegenüber anderen Fahrzeugen technische Besonderheiten wie Einzelradbremse und
Differenzialsperren.
Sonderformen stellen der Unimog,
der Geräteträgerund der so genannte Muli dar, die meist mit
einem etwas längeren Radstand als andere Traktoren konstruiert sind. Der Geräteträger verfügt
vorn vor oder über dem Unterflurmotorüber einen weiteren Anbauplatz für zusätzliche
Arbeitsmaschinen (alternativ eine Ladepritsche), während der Unimog und der Muli hinter der
Fahrerkabine noch eine Transportfläche aufweisen und sehr geländegängig sind. Der Muli wird
vor allem in Westösterreich, der Schweizund Südtiroleingesetzt. Auch die sog. Trac-Schlepper
(MB-Trac, Deutz INTRAC, JCB Fastrac), bei denen der Arbeitsplatz des Fahrers weiter vorn
oder mittig zwischen den Achsen positioniert ist, weichen von der herkömmlichen Standard-
Bauweise ab. Eine andere vereinfachte kleine Schlepperform ist der handgeführte
Einachsschlepper.
Der Trend zu immer stärkeren und schwereren Maschinen (höhere Zugkraft) hat als Folge auch
eine höhere Bodenverdichtung und damit geringere Bodenerträge zur Folge. Dem kann mit dem
Aufziehen von ballonartigen Niederdruckreifen (Terrareifen), die das Fahrzeuggewicht
besser
verteilen und durch den niedrigen Reifeninnendruck auch weniger Bodendruck verursachen,
oder dem Einsatz von Zwillingsreifen(Montage eines zweiten, vollständigen Rades am
eigentlichen Rad des Schleppers) entgegengewirkt werden.
Bedingt durch die steigenden Fahrgeschwindigkeiten von Traktoren (bis zu 80 km/h beim
JCBFastrac) und durch die geringe Dämpfungder großvolumigen
Traktorreifen besitzt ein
Großteil der heutigen Traktoren eine Federung zumindest der Vorderachse. Die Vorderachse
wird meistens durch ein hydraulisches oder ein pneumatisches System gefedert. Traktoren mit
Vollfederungsind bisher nur wenig verbreitet, obwohl sie Vorteile für den Fahrkomfort, die
Fahrsicherheit und den Bodenschutzmit sich bringen.
Die häufigsten Unfälle mit Traktoren geschehen in bergigen Gegenden durch Umkippen. In
Österreich müssen sie deshalb seit 1960, in Deutschland seit Anfang der 1970er Jahre, mit
einem Überrollbügelausgestattet werden. Im Zuge dessen wurden vermehrt überrollsichere
Kabinen aufgebaut.
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Guidetti Condor DA 350
Traktortreffen in Ensheim 2005
Besonders hohe Leistungen weisen Sporttraktoren auf, die für das Tractor-Pullingeingesetzt
werden, eine Motorsportart, die im 20. Jahrhundertin USAaufkam und sich Anfang der 80er
Jahre auch über Europa ausbreitete. Beim Tractor Pulling geht es darum, einen Bremswagen,
der seinen Zugwiderstand streckenabhängig erhöht, auf einer 100 m Piste möglichst weit zu
ziehen. In der Freien Klasse liegen die Leistungen der Traktoren manchmal bei bis zu 10.000
PS.
Eine sehr bekannte Konstruktion stellt der Lanz Bulldogvon 1921 dar, der auch nach dem
Zweiten Weltkriegnoch als Vorbild für viele Nachbauten weltweit diente und heute
Liebhaberpreise erzielt. Er gehört bei jedem Treffen historischer Traktoren einfach dazu; in
verschiedenen Gegenden Deutschlands entwickelte sich der Name Bulldog umgangssprachlich
gar zum Synonym für den Begriff Traktor. Das Lanz-Werk inMannheimwurde 1956 von John
Deereübernommen und ist heute die größte Traktorfabrik Europas. Wegweisend in der
Treckerentwicklung waren auch die Erfindungen der hinteren Dreipunktaufhängung mit
Hydraulik (Dreipunkthydraulik) durch Harry Ferguson und der Zapfwelle, die sich ab ca. 1960
allgemein durchsetzten und aus der landwirtschaftlichen Zugmaschine einen sehr vielseitig
nutzbaren Geräteschlepper machte.
Außerhalb der Landwirtschaft werden Traktoren auch als Zugmaschinen beim Zirkusund im
Straßenbaueingesetzt. Auch in der kommunalen Grünpflege und Straßenreinigung hat die
Verwendung spezieller meist kleinerer Traktoren immer mehr zugenommen.
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Etwa seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich in Deutschland verstärkt
Traktorliebhaber, die alte Traktoren und die dazugehörigen Anbaugeräte restaurieren und
wieder fahrfähig machen. Die Traktorliebhaber finden sich oft in Interessengemeinschaften oder
eingetragenen Vereinen zusammen, die Traktortreffen mit diversen Vorführungen und
Ausfahrten in den jeweiligen Regionen organisieren. Die Vereine nennen sich meist
Traktorfreunde, Bulldogfreunde, Freunde alter Landmaschinen usw. und sind teils
Markenbezogen (Lanz, Eicher, Hanomag, Deutz, FAHR, Fendt, Güldner, Porsche, Unimog,
Schlüter usw. usw.) Folgende Liste gibt einen Einblick.
- Traktorclub Ackerkralle Taunus-Westerwald e.V.,
Hessen/Rheinland
Pfalz/Nordrhein- Westfalen, Deutschland
- Traktorfreunde Bobengrün,
Bayern, Deutschland
- Traktorfreunde Geroldsgrün,
Bayern, Deutschland
- Traktorfreunde Seelbach,
Hessen, Deutschland
- Traktorfreunde Trennfurt,Bayern,
Deutschland
- Montafoner Traktorfreunde,
Vorarlberg, Österreich
- Eicherfreunde Schwarzwald,
Schluchsee, Deutschland
- www.OSCK.de/ Oldtimer Schlepperclub Kurpfalz, Baden,Deutschland
- IGL Ensheim e.V.,
Saarland, Deutschland
In Österreich gibt es Traditionsvereine,
die speziell eines der ersten Modelle von Steyrden so
genannten 15-er, der erstmals Ende der1940erJahre bis in die 1960ergebaut wurde, sammeln
und pflegen.
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Die zunehmende Sammelleidenschaft für historische Landmaschinen in der Bevölkerung zog
auch die Gründung diverser Fachzeitschriften nach sich, die nach langer Dominanz klassischer
Vereinsnachrichten den Markt um professionelle journalistische Produkte bereicherten. Diese
Publikationen sind meist im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Sie informieren im Zeitschriften-
Format und in Farbe über interessante Restaurierungs-Projekte, Vereinsaktivitäten,
Schleppertreffen und vieles mehr.
Führend sind:
Beide Zeitschriften machen ihre Inhalte allerdings kaum im Internet verfügbar. In diese Bresche
springen (vor allem im englischsprachigen Raum) unabhängige Journalisten die ihre Reportagen
z.B. in Form von Blogs zugänglich machen:
Beispiele:
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In der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland kommen heute überwiegend die
Marken Case, Deutz, Fendt, Ford-New Holland, John Deere, MC Cormick Massey-
Ferguson und Schlüter zum Einsatz. Claas hat erst 2003 die Traktorensparte von
Renault übernommen. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Unternehmens
als Hersteller von Mähdreschernhat die Akzeptanz der Traktoren
in Deutschland
schnell an Bedeutung gewonnen, auf dem Schleppermarkt gehörte Claas 2004
bereits zu den sechs stärksten Anbietern.
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Die Führerscheinklassen zum Betrieb landwirtschaftlichen Gerätes sind in Europa national
geregelt. Sie gelten nicht international.
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In Deutschland ist zum Führen eines Traktors ein Führerscheinder Klasse L (mit 16 Jahren
oder mit Sonderantrag mit 14) (früher Klasse 5) erforderlich. Ohne Anhänger darf man
Maschinen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit bis 32 km/h fahren.
Die Mitführung eines zulassungsfreien Anhänger (25km/h; grünes Wiederholkennzeichen) ist
erlaubt. Zum Führen eines schnelleren Traktors ist Klasse T (wenn nicht vorhanden, dann in
Abhängigkeit vom zGG entweder B, C1 oder C, bei Anhängerbetrieb mit "E"), erforderlich.
Ab 16 Jahren bis 18 Jahren ist maximal 40 km/h erlaubt. Ab 18 Jahren kann der Landwirt
dann Traktoren bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h (37.28 mph) fahren.
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Notwendig ist eine Lenkberechtigung bzw. Führerscheinder Klasse F oder B oder C. Hat die
Zugmaschine eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h (und damit kein
Kennzeichen), so gilt die Zugmaschine als Fuhrwerk und es ist keine Lenkberechtigung
notwendig. Mit der Lenkberechtigung der Klasse F dürfen alle Zugmaschinen gelenkt werden,
deren Bauartgeschwindigkeit 50 km/h nicht übersteigt. Außerdem dürfen Anhänger bis 3500
kg Gesamtgewicht gezogen werden, ohne dass eine zusätzliche Lenkberechtigung benötigt wird.
Für Zugmaschinen mit höherer Bauartgeschwindigkeit als 50 km/h benötigt man entweder einen
Führerschein der Klasse B (bei Zugmaschinen bis 3500 kg höchster zulässiger Gesamtmasse)
oder Klasse C.
Die Lenkberechtigung der Klasse F gilt nur im Inland.
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- Nick Baldwin: Klassische Traktoren aus aller Welt. Das Bild-Lexikon der
Marken und Modelle aus aller Welt. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-
613-02572-8
- Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Traktoren seit 1907. Motorbuch Verlag,
Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02620-1
- E. L. Barger: Tractors and their power units. John Wiley & Sons, New York ca.
1952 (Digitalisat)
- Harold E. Gulvin: Farm engines and tractors. McGraw-Hill, New York 1953
(Digitalisat)
- H. J. Hine: Tractors on the farm. Use and maintenance. Farmer & Stock-
Breeder, London 1947 (Digitalisat)
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